Democratic Post

Kritische Texte und kontroverse Meinungen

Leitartikel Echte Gleichberechtigung

Fuck you, Frauenquote! Deutschland braucht endlich Gleichberechtigung!

Deutschland braucht keine Frauenquote. Deutschland braucht Gleichberechtigung!

Deutschland braucht keine Frauenquote. Deutschland braucht Gleichberechtigung!

Frauenquote oder mehr Gleichberechtigung?

Mit der Frauenquote sollen die Frauen in die letzte Bastion der gegängelten Männer vorstoßen. Natürlich genau politisch geregelt. Nicht, dass es den armen Männern zu viel wird. Wir behaupten: Die Frauenquote schadet Deutschland! Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Wir fordern die Abschaffung der Frauenquote und die Einführung totaler Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

Frauen sind in der Wirtschaft noch immer nicht gleichberechtigt. Das hat auch die Politik erkannt und ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht. Hierbei geht es um die Förderung von Frauen in Großunternehmen. Es sollen wesentlich mehr Führungspositionen mit Frauen besetzt werden. Ob dieses Gesetz den Frauen wirklich einen Gefallen tut, oder andere Maßnahmen wesentlich sinnvoller wären, beleuchten wir in diesem Artikel.

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Das ist die Frauenquote

Das Gesetz soll Frauen und Männern gleiche Teilhabe an Führungspositionen in Wirtschaft und Verwaltung sichern. Es verpflichtet Arbeitgeber, das jeweils unterrepräsentierte Geschlecht – in der Regel Frauen – stärker zu berücksichtigen. Das Gesetz besteht aus drei Säulen:

  1. Börsennotierte und voll mitbestimmungspflichtige Unternehmen müssen für alle Aufsichtsratsposten, die ab 2016 zu besetzen sind, eine Quote von 30 Prozent einhalten. Bei Nichterreichen bleiben die für das unterrepräsentierte Geschlecht vorgesehenen Stühle leer. 108 Unternehmen werden von dieser Regelung erfasst.
  2. Unternehmen, die börsennotiert oder mitbestimmungspflichtig sind, müssen sich (flexible) Frauenquoten für Vorstand, Aufsichtsrat, oberes und mittleres Management selbst verordnen und über die Fortschritte berichten. Diese Regelung betrifft rund 3.500 Unternehmen.
  3. Auch für den Öffentlichen Dienst des Bundes wird es entsprechende Regelungen geben: Die Bundesverwaltung wird verpflichtet, sich konkrete Ziele zur Erhöhung des Frauen- oder Männeranteils zu setzen. Eingegriffen wird allerdings nur, wenn eine strukturelle Benachteiligung vorliegt.

Dort, wo der Bund mitbestimmen kann, gilt bei der Besetzung von Aufsichtsratsgremien ab 2016 ebenfalls eine Quote von 30 Prozent. Ab 2018 soll diese Quote sogar auf 50 Prozent steigen.

Warum die Frauenquote schlecht für die Unternehmen sein kann

Die grundsätzliche Idee einer Frauenquote in Großunternehmen ist gut. Doch sie kann auch erhebliche Nachteile für die Firmen bedeuten. Denn hier wird politisch direkt in die Personalpolitik eingegriffen. Im Endeffekt bedeutet eine Frauenquote, dass nicht mehr die qualifizierteste Person für die vakante Position eingesetzt werden kann. Es muss auf jeden Fall eine Frau eingesetzt werden. Auch wenn ein Mann vielleicht wesentlich qualifizierter für den Job wäre.

Und genau darum geht es den Unternehmen. Die qualifizierteste Person für einen Job zu finden. Egal ob diese Person ein Mann oder eine Frau ist. Un- oder zuwenig qualifizierte Personen, die jedoch für die offene Stelle eingekauft werden müssen, können eine Firma richtig Geld kosten. Eine Arbeitsstelle – egal in welcher Position – sollte immer mit dem qualifiziertesten Bewerber besetzt werden.

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Unternehmenserfolg mit Frauen in Führungspositionen

Zahlreiche wissenschaftliche Studien und etliche Praxisbeispiele belegen hinreichend, dass ein annehmbarer Frauenanteil in den Top-Führungspositionen ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Unternehmens ist. Die Diskussionen in gemischten Team werden differenzierter und die Entscheidungsfindung risikobewusster. Die Unternehmensführung wird allgemein besser und effektiver.

Eine signifikante Erhöhung des Frauenanteils in den Entscheidungspositionen der Unternehmen ist nicht nur ein Gebot der Gleichberechtigung, sondern auch der unternehmerischen Vernunft und dient zugleich der Zukunftssicherung der Unternehmen.

Der Stand der Dinge: Frauenanteil in Führungspositionen nach Unternehmensgröße

Der Stand der Dinge: Frauenanteil in Führungspositionen nach Unternehmensgröße

Trotz dieser messbaren Vorteile tun viele deutsche Unternehmen immer noch so, als würde es kein Gesetz zur Frauenquote geben. Mehr als die Hälfte aller Unternehmen, die sich laut Gesetz selbst ein Ziel für die Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsrat und Vorstand geben müssten, haben bisher noch keine entsprechende Zielgröße formuliert. Und: Sie planen dies auch nicht in näherer Zukunft und wollen das Gesetz anscheinend boykottieren. Doch ein Boykott einer grundsätzlich guten Sache nimmt den Firmen bereits im Vorfeld jede Chance auf eine möglicherweise erfolgreichere Zukunft.

Sheryl Sandberg: Der Erfolg in Person

Facebook-Managerin Sheryl Sandberg

Facebook-Managerin Sheryl Sandberg

Wie erfolgreich Frauen in Entscheidungspositionen sein können, zeigt die amerikanische Facebook-Managerin Sheryl Sandberg. Bevor Sandberg zu Facebook wechselte, hatte die Website weniger als 70 Millionen Mitglieder und Werbeeinnahmen, die kaum der Rede wert waren. Mark Zuckerbergs Priorität lag auf der Entwicklung einer populären Kommunikationsplattform, nicht auf den Einnahmen.

Niemand wusste bei Facebook zu der Zeit, wie sich das Netzwerk monetisieren ließe. Seit Sheryl Sandberg bei Facebook an Bord ist, verzeichnet Facebook Werbeeinahmen in Milliardenhöhe und die Nutzergemeinschaft ist auf mehr als 800 Millionen Mitglieder gewachsen. Das ist ein unglaublicher Erfolg, den die wenigsten Männer hätten bewerkstelligen können. Von Sheryl Sandberg können Sie vieles lernen, besonders durch ihr Buch Lean In: Frauen und der Wille zum Erfolg.

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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Ein Kommentar

  1. Marla schrieb :

    Hey….ich war und bin immer noch für ne Männerquote….. ich hielt von Anfang an die Frauenquote als ein super Schachzug von Männern die „Demokratisierungsbewegung der Mehrheit der Bevölkerung“ einzudämmen….
    Quote wird immer gesetzt wenn etwas zuviel wird! Fangquote, Milchquote etc…..

    Männer haben über 1000e von Jahren ihre 1000%Männerquote aufgebaut. Überall ist ihr denken, ihre art zu handeln, ihre gesetze, ihre verkehrsplanungen, ihre sex-doppelmoral- strenge drin, ihre kadettenbildung, ihre höhER, grössER, weitER drin!

    Nur Gruppenbild mit Frau reicht nicht….
    wenn sie dann genau die Stiefel anzieht die Jahrhunderte vorher schon Männer anhatten!
    Wenn also nur zwischen Mensch mit 150gramm zwischen den beinen und mensch mit 150gramm an der brust unterschieden wird…dann fuck quote!

    Das marktradikale krebsgeschwür ist ein männliches produkt und tödlich!