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Religionen Kopftuchverbot ist sinnvoll

Das Kopftuch – Ausdruck der Religionsfreiheit oder politisches Statement?

Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen ist sinnvoll und richtig!

Ein pauschales Kopftuchverbot an Schulen darf es nicht mehr geben, urteilte das Bundesverfassungsgericht, und revidierte damit ein Urteil von 2003. Mehrere Bundesländer müssen jetzt ihre Verbote entschärfen. Doch ist das Tragen eines Kopftuchs wirklich nur der Ausdruck einer persönlichen Religionsfreiheit, oder ein Teil einer politischen Einstellung?

Im Schuldienst tätigen Musliminnen darf nicht länger das Tragen eines Kopftuchs verboten werden. Eine Lehrerin und eine Erzieherin hatten gegen ein Verbot im nordrhein-westfälischen Schulgesetz Verfassungsbeschwerde eingelegt, weil ihnen ihre Kopfbedeckung berufliche Nachteile eingebracht hatte.

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Laut der Ansicht der Richter ist ein Kopftuchverbot nur dann gerechtfertigt, wenn durch das Tragen eine „hinreichend konkrete Gefahr“ für den Schulfrieden oder die staatliche Neutralität ausgeht.

So weit die Karlsruher Entscheidung zu diesem Thema. Beschäftigen wir uns doch mal mit der Frage, ob das Tragen eines Kopftuchs ein Ausdruck einer Glaubensfreiheit, oder eher ein Teil einer politischen Einstellung ist.

Kopftuchverbote an Schulen nach Bundesländern

Das Kopftuch – Ausdruck der Religionsfreiheit?

Das Kopftuch - Ausdruck der Religionsfreiheit oder politisches Statement?

Von vielen muslimischen Frauen wird das Kopftuch als ein sichtbarer Ausdruck ihrer Religion bezeichnet. Doch das Tragen eines Kopftuchs ist immer auch ein politisches Statement. Zudem verhindert es auch eine Integration in unsere westliche Gesellschaft, denn es wird an alten, in der heutigen Zeit längst überholten Werten festgehalten. Davon abgesehen steht keine einzige Zeile im Koran, die das Tragen eines Kopftuchs für Frauen vorschreiben würde.

Islamische Kleidung – vom Koran vorgeschrieben?

Insgesamt existieren nur drei Verse im Koran, die sich mit islamischer Kleidung befassen. Einer bezieht sich nur auf die Frauen des Propheten Mohammed (33,53), ein weiterer auf diese und die muslimischen Frauen (33,59) und ein dritter auf die muslimischen Frauen und Männer (24,30-31).

In Vers 33,53, der als Grundlage für die Geschlechtertrennung in der islamischen Religionsgemeinschaft anzusehen ist, wird bestimmt, die gläubigen Männer sollten nicht direkten Zutritt zu den Frauen des Propheten haben, sondern sie sollten nur noch mit ihnen sprechen, indem sie von ihnen durch einen Hijab, einen Vorhang, getrennt sind. Heute bezeichnet der Hijab alles, was die Blicke auf etwas fernhält – somit auch die weite, islamische Kleidung, die die Blicke auf weibliche Reize abhält. Vers 33,59 fordert die Frauen des Propheten und die gläubigen Frauen auf, sich mit einem Jilbab, Ausgangsgewand, zu bekleiden, um sich von den anderen zu unterscheiden und deutlich erkennbar zu sein. Der Hintergrund war, dass die Frauen abends beim Ausgang angesprochen worden waren. Verse 24,30-31 richten sich an die gläubigen Frauen und Männer und bestimmen ihr Verhältnis zueinander. Die Männer und Frauen sollen ihre Blicke senken, und die Frauen sollen ihren Schal über die Brust ziehen. In den Versen wird nicht erwähnt, die Frau habe sich das Haar zu bedecken oder etwa das Gesicht zu verhüllen. In dieser Sure wird festgelegt, dass die Frau im Kreis der Männer ihrer Verwandtschaft, die sie nicht ehelichen darf (Mahram), ihre Blöße zeigen darf, was von den Rechtsgelehrten in klassischer Zeit, also etwa zweihundert Jahre nach den Lebzeiten Muhammads, als die Haare verstanden wurde..

Demzufolge wird ein Kopftuch oder eine Verhüllung der Haare nicht explizit angesprochen. Wie alles im Koran, so können auch diese Verse unterschiedlich ausgelegt werden. Verbände wie der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) legen den Koran so aus, dass das Tragen eines Kopftuchs für Frauen Vorschrift sei. Verbände wie der ZMD und der Islamrat verbinden mit ihrer geschlossenen Koranauslegung hinsichtlich des Kopftuches zentral die Frage der Integration und lancieren ihre Positionen als die des wahren Islams in die öffentlichen Medien. Doch so etwas wie den wahren Islam gibt es nicht.

Wohl gibt es aber einen Sieg des politischen Islam über Deutschland, denn das Kopftuch stellt ein politisches Signal dar. Wieder einmal hat es der Islam geschafft, deutsche Gesetze zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Durch alle Medien gehen die Bejubelungen der völlig lebensfernen deutschen Umarmer, Gutmenschen vom Dienst, Multikulti-Illusionisten, xenophile Einäugige und unbelehrbare Beschwichtigungsdogmatiker. Viele bekannte News-Websites jubeln das neue Urteil Karlsruhes in den Himmel, und meinen, dass sich damit endlich der „gesunde Menschenverstand und die bürgerliche Liberalitas“ durchgesetzt hätten. Doch das ist viel zu kurz gedacht.

Denn eines fällt auf: Im Disput wird um das Kopftuch so heftig gestritten, als sei es die sechste Säule des Islam. Tatsächlich ist die Meinung, die Kopftuchpflicht gehe eindeutig aus dem Koran hervor, nur eine unter mehreren Auslegungen im innerislamischen Spektrum. Vom Gros der Muslime in Deutschland wird sie nicht geteilt. Eine offene Lesart des Koran könnte bedeuten: Die Religion ist für den Menschen da. Eine geschlossene Lesart könnte bedeuten: Der Mensch ist dazu da, die Regeln zu befolgen, egal in welcher Zeit und an welchem Ort er lebt. Wem nützt sie dann? Versuchen die Islamisten in ihren unauffälligen Anzügen ihren Einfluss in unserer Gesellschaft zum Schaden der Frauen zu erweitern? Eine Integration des Islams in unsere westliche Gesellschaft ist so jedenfalls nicht möglich

Wer sich integrieren will, muss sich anpassen. Doch die Muslime haben in den vergangenen Jahrzehnten – in denen sie in Deutschland leben – deutlich gezeigt, dass sie kein Interesse an einer Integration in unsere Gesellschaft haben, denn sie zeigen eine latente Integrationsunwilligkeit. Dieser Punkt wird zu leicht übersehen. Würden wir in ein muslimisches Land migrieren, dann müssten auch wir uns dort anpassen und integrieren. Deutsche Frauen könnten sich dann nicht damit herausreden, dass unbedeckte Haare ein Zeichen ihrer Religion wären.

Aus diesem Standpunkt heraus ist die Entscheidung der Karlsruher Richter einwandfrei falsch.

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Darum ist ein Kopftuchverbot im Öffentlichen Dienst richtig

Im Öffentlichen Dienst sollten keinerlei Zeichen einer Religion zu sehen sein. Auch christliche Symbole wie das berühmte Kreuz in bayrischen Schulen gehören nicht in eine Schule oder den Öffentlichen Dienst. In Deutschland existiert die Religionsfreiheit, auch die Christliche Religion ist keine staatliche Religion. Es existiert in Deutschland eine strikte Trennung zwischen Religion und Staat. Aus diesem Grund hat keinerlei religiöses Symbol – gleich welcher Art – etwas in öffentlichen Gebäuden oder Einrichtungen zu suchen. Kein Kopftuch und kein Kreuz.

Die Religion ist in unserem Land ein „Privatvergnügen“. Jeder Mensch darf sich bei uns seine Religion frei wählen und sie in seinem privaten Umfeld sowie in den vorgesehenen Gotteshäusern ausüben. Doch in öffentlichen Gebäuden hat sie nichts zu suchen.

So geht Österreich mit Integrationsunwilligen Muslimen um

Quellen:

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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