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Meinung Gegen rassistischen Terror

Flüchtlings-Hetze: Wir fordern einen Aufstand gegen Rechts!

Jeden Tag kommt es in Deutschland zu rassistischen Gewalttaten gegen Flüchtlinge, Flüchtlingsunterkünfte oder Menschen, die Flüchtlinge in irgendeiner Weise unterstützen. Das Ziel dieser Taten ist die Verbreitung von Angst und Schrecken unter den Migranten zu sähen, die politischen Gegner einzuschüchtern und den Staat mit allen Mitteln an seiner grundgesetzgemäßen Aufgabe zu hindern, Flüchtlingen ein faires Asylverfahren und menschenwürdige Aufnahmebedingungen zu gewähren.

Die rassistische Gewalt hat längst terroristische Züge angenommen und die Täter schrecken nicht einmal vor Mordanschlägen zurück. Erst am letzten Wochenende kam es in Brandenburg/Havel zu einem Mordanschlag, die Täter entzündeten Brandbeschleuniger vor der Wohnungstür einer Familie aus Inguschetien. Zu alledem kommt noch eine Welle von Flüchtlings-Hetze auf Facebook und den Kommentaren von Blogs hinzu.

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Die Berichte über rassistisch motivierte Taten reißen nicht ab. Das Bundesinnenministerium geht von 202 rassistischen Übergriffen allein im ersten Halbjahr 2015 aus.

Das ist eine wirklich erschreckende Zahl, die uns aufrütteln sollte. Wenn sich das deutsche Volk nicht gegen rechten Terror positioniert, endlich den Mund aufmacht und Haltung zeigt, sind wir auf dem besten Weg in ein „Viertes Reich„.

Das Problem fängt jedoch bereits mit rassistischen Kommentaren auf Facebook und den Blogs an, die sich gegen Rechts und für Flüchtlinge positionieren. an. Hasstiraden und böse Vorurteile gegen Flüchtlinge füllen die Kommentarzeilen im Netz mittlerweile zuhauf.

Gegen Flüchtlings-Hetze und rechten Terror: Mund aufmachen, Haltung zeigen

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Die Rassisten müssen endlich begreifen, dass auch rassistische Hetz-Tiraden auf Facebook und in den Kommentaren von Websites Hetze nicht geduldet wird.

Artikel zu Flüchtlingsthemen bekommen nicht wenige Kommentare, die meisten in der Art von: „das Dreckspack soll im Meer ersaufen“. Die Hassschreiber bekommen Zuspruch, Beifall – Likes. Das befeuert rassistisches Gedankengut und enthemmt die Verfasser – diese treten nicht mehr unter Pseudonym auf, sondern ganz öffentlich mit ihrem Klarnamen. Reschke dazu: 

„Wenn man bis dahin also ein kleiner rassistischer Niemand war, fühlt man sich da natürlich ganz toll.“

Es ist unsere erste Bürgerpflicht, gegen die Hetze auf Facebook und Websites gegen zu halten. Machen auch Sie den Mund auf und zeigen Haltung! Je mehr Gegenwind die Hassschreiber bekommen, desto weniger werden sie aktiv ihre Hetze posten.

Wir dürfen nicht zulassen, dass schutzsuchende Menschen Gewalt erfahren. Keinen Meter den Rassisten! Wir stehen weiter für eine gerechte Flüchtlings- und Asylpolitik ein – und lassen uns nicht einschüchtern von Hass und Volksverhetzung.

Wenn Sie Argumente und harte Fakten über Flüchtlinge benötigen, dann schauen Sie sich diese Links an:

Fakten gegen Vorurteile und Hetze

Video: Hass im Netz: „Dagegen halten – Mund aufmachen“ – Anja Reschke | NDR

Panorama Moderatorin Anja Reschke kommentiert für die Tagesthemen den Hass im Netz. Ihre klare Meinung: Hass-Schreibern muss man Paroli bieten.

Update 07.08.2015

Anja Reschkes emotionaler Kommentar gegen rechte Hetze über Flüchtlinge verbreite sich wie ein Feuerwerk in den Medien. Neben den zu erwartenden Hetz-Kommentaren bekam sie jedoch auch sehr viele positive Rückmeldungen und sprach vielen Menschen aus der Seele. Angesichts der aufgeheizten Stimmung gegen Flüchtlinge rief sie zum Handeln auf:

Der letzte Aufstand der Anständigen ist 15 Jahre her. Ich glaube, es ist mal wieder Zeit.

In der Tagesschau sprach Sie über Ihre Beweggründe. Sie sei hocherfreut über die vielen positiven Kommentare gewesen, erklärte jedoch auch, was sie zu ihrem unmissverständlichen Statement bewegte. „Ich wollte nach all den negativen Kommentaren zu Flüchtlingen mal wieder das Gefühl haben, dass die Masse auf der richtigen Seite steht“.

Quellen:

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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