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Nazis raus: Der Austritt der Sachsen aus der Bundesrepublik

Es wird Zeit. Sachsens Austritt aus der Bundesrepublik.

Es wird Zeit. Sachsens Austritt aus der Bundesrepublik.

Ein ganzes Bundesland voller Hass und Rechtsextremismus. Auch Abschottung wir zu einem immer größeren Thema in Sachsen. Abschottung gegen alles, was nicht deutsch ist. Kein anderes Bundesland ist so rechtsextrem, so voller Hass und Hetze. Viele Sachsen und besonders Dresdner sagen bereits, dass sie sich für ihr Land schämen. Ein Wunder ist das nicht.

Sachsen ist seit Monaten immer wieder in den Berichterstattungen und macht Schlagzeilen mit Pegida, Übergriffen auf Flüchtlinge und natürlich auch Rechtsextremismus. Die Zeit fragt, ob es nicht Zeit für einen Austritt der Sachsen aus der Bundesrepublik Deutschland wäre. Dem kann man sich nur anschließen.

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Update vom 22. August 2015

Im sächsischen Heidenau ist es zu schweren, gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Mit Steinen und Böllern haben Rechtsradikale die Polizei im sächsischen Heidenau attackiert. Der Mob wollte verhindern, dass Asylsuchende in einem ausrangierten Baumarkt Unterschlupf finden. Bei den Ausschreitungen wurden 31 Polizisten zum Teil schwer verletzt, wie die Welt verlauten ließ.

Heidenau in Sachsen: Entfesselter Hass – und 31 verletzte Polizisten

Sachsen: Das Grundgesetz ist außer Kraft gesetzt

Dresdner Ärzte warnten in Hinsicht einer humanitären Katastrophe in einem Flüchtlingscamp davor, dass das Grundgesetz außer Kraft gesetzt sei. Helfer des Roten Kreuzes wurden während ihrer humanitären Arbeit angegriffen. Der Ausländerhass schlägt an vielen Orten in Sachsen in Gewalt um. Freital, Meißen, Freiberg, Hoyerswerda und Böhlen kennt mittlerweile fast jeder Deutsche, so heißen die Orte, in denen es zu Gewalttaten kam.

Der Terror gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsheime. Sachsen dominiert.

Der Terror gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsheime. Sachsen dominiert. Ein Klick öffnet die komplette Karte.

Die Sachsen: Das führende Bundesland in Übergriffen auf Asylunterkünfte

Von den bundesweiten 202 Übergriffen auf Asylunterkünfte konnte Sachsen im ersten Halbjahr 2015 bereits 42 für sich verbuchen. Eine Statistik, auf die viele Sachsen wohl stolz sind. Kein Sachse denkt noch daran, dass sie 1989 auch Flüchtlinge waren, die der Unterstützung der Westdeutschen bedurften. Das ist schon okay so, denkt sich der Sachse von heute, denn die Flüchtlinge von damals waren schließlich Deutsche. Also, irgendwie.

Auf irgendetwas müssen auch die Sachsen stolz sein. Auf die wirtschaftliche Entwicklung mit Sicherheit nicht, obwohl man das gerne anführt. Doch bis heute erwirtschaftet sich das Bundesland nur 44 Prozent seines Haushalts selbst.

Es ist kein Geheimnis, dass der überwiegende Teil der Rechten aus den bildungsfernen Schichten stammen. Wenn man nichts kann und nichts ist, möchte man auch irgendwo dazu gehören und auf irgendetwas stolz sein. Da kommen Hetze und Gewalt gerade richtig. Der Vorzeige-Sachse schlechthin existiert nicht mehr. Früher konnte man auf große Namen wie Katarina Witt und Kurt Biedenkopf zurückgreifen. Heute ist es eher der Frührentner aus Freital, der in einer Kneipe sitzt und den Hitlergruß zeigte, als das Thema Flüchtlinge angesprochen wurde.

Für dieses Sachsen muss man sich schämen

Natürlich leben auch in Sachsen hilfsbereite Menschen. Nur eben nicht so viele. Sicher gibt es politisch Rechts eingestellte Menschen auch außerhalb Sachsens. Doch die Sachsener Verhältnisse sind anders: Kälter, verrohter und viel gefährlicher. Die Prinzipien der Demokratie und Toleranz sind in Sachsen nicht so angesagt, wie etliche Studien bewiesen.

Die NPD kam bei der letzten Wahl auf immerhin 25 Prozent. Da fragt man sich schon, was da los ist und vor allem, was genau da schiefläuft in Sachsen. In Dresden fand übrigens auch Europas (!) größter Neonazi-Aufmarsch statt. Auf darauf werden die Sachsen stolz sein. Die haben ja sonst nüscht. Seit Monaten läuft die PEGIDA jeden Montag einem vorbestraften Menschen hinterher, der Flüchtlinge für „Viehzeug“ hält.

Gottseidank hat sich eines herauskristallisiert: PEGIDA ist in erster Linie ein sächsisches Phänomen und zieht dort immer noch Tausende an. „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ ist somit nichts vorüber die anderen Bundesländer sich viele Gedanken machen müssten.

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Der Austritt der Sachsen aus der Bundesrepublik

Im Juni sagte der evangelische Landesbischof Rentzing über das Phänomen PEGIDA:

Solange eine Demonstration den Regeln dieser Gesellschaft folgt, gibt es auch kein Recht, das zu kritisieren.

Das hört sich wohl nicht nur für mich so an, als würde darum gebettelt, sich vom Rest der Republik verabschieden zu können. Denn dieser Rest dürfte mehrheitlich ganz anders über PEGIDA denken.

Eine Trennung wäre also vielleicht gar nicht so übel. Beide Seiten würden davon profitieren. Sachsen müsste sich keinen ethischen Diskussionen mehr aussetzen und der „Patriotismus“ könnte endlich zwischen Bad Schandau und Niederwürschnitz erblühen. Noch mehr als bisher könnte jener „Sachsen-Stolz“ wachsen, den die seit 25 Jahren regierende CDU propagiert. Die CDU betreibt in Sachsen eine mehr als fragwürdige Propaganda, die schon an Gehirnwäsche erinnert.

Ein junger CDU-Landtagsabgeordneter twitterte unlängst:

Sachse ist das Höchste, was ein Mensch auf Erden werden kann

Danke, dann gebe ich mich mit dem Zweithöchsten zufrieden. Was immer das auch sein mag.

Bei einer Trennung Sachsens von dem Rest Deutschlands müsste sich auch der Ministerpräsident Tillich nicht mehr anhören müssen, dass erst die CDU durch Wegsehen, Ignorieren und Kleinreden die Ausländerfeindlichkeit und Gewalt gefördert habe. Das könnte dann als unzulässige Einmischung in innere Angelegenheiten abgetan werden.

Natürlich müsste sich der Rest Deutschlands nicht mehr für Sachsen schämen. Dafür, dass die Sachsen keinerlei Empathie für verfolgte Menschen aufbringt.

Die vergangene Solidarität mit den Sachsen

Sachsen erfährt seit Jahrzehnten große Solidarität. Ohne die Zig-Milliarden, die der Westen in Richtung Sachsen schickte, wäre der Freistaat niemals aus seinen Ruinen auferstanden. Zugegeben: Auch den Freistaat Bayern sähe so mancher gerne in die Freiheit entlassen. Doch genau das wird nicht passieren, denn die bayerische Wirtschaft verhindert das erfolgreich.

Deutschland braucht Bayern. Sachsen hingegen wird nicht gebraucht. Wie bereits oben erwähnt erwirtschaftet Sachsen bis heute nur 44 Prozent seines Haushalts selbst. Sicher liegt das aber auch daran, dass viele seiner Einwohner „Nazi sein“ als Hauptberuf angeben können. Und da diese Berufsgruppe noch relativ schlecht bezahlt wird…

Wäre ein Austritt Sachsen aus der Bundesrepublik Deutschland ungerecht? Nein. Ganz im Gegenteil. Die Sachsen sind bis heute nicht im gemeinsamen Deutschland angekommen. Sie zeigen Arroganz, Hass und Gewalt. Wenn die „normalen Menschen“ in Sachsen – falls doch noch vorhanden – die Nazis nicht in den Griff bekommen, dann ist es Zeit für einen Austritt Sachsens.

Denn wir brauchen Euch nicht.

Videos: Gewalt und Demonstrationen gegen Flüchtlinge in Sachsen

https://youtu.be/6IMOM2aoMYI

https://youtu.be/nxekrMO0mwI

Quelle:

Zeit Online: Sachsen – Dann geht doch!

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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5 Kommentare

  1. Ich schrieb :

    Säxit Jetzt! Es ist einfach nur noch unerträglich wie diese Wirtschaftsflüchtlinge und Transferleistungsempfänger sich benehmen. Gerade mal 25 Jahre an der Zitze der anderen, aber immer schön gegen Flüchtlinge.. Bitte, Säxit now! Sollen die mal ihren Nazi Staat aufmachen und scheitern. Einfach abspalten, raus aus der EU, Wirtschaftliche Verbindungen kappen… und dann zusehen.

  2. Ronny schrieb :

    Sehr geehrter Herr Hecht,

    was sind das für Kernaussagen?? 98% aller Sachsen distanzieren sich massiv von den übrigen 2% dummen Gedankengutes unseres Freistaates. Es ist eine abscheuliche Vorstellung von dummen Patrioten gelenkt und instrumentalisiert zu werden. Für viele Sachsen und mich ist es eine Beleidigung als Rechtsradikale oder gar Nazi beschimpft und eingestuft zu werden.

    • Andreas Hecht schrieb : Autor

      Hallo,

      danke für den Kommentar! Das Problem in Sachsen ist, dass es leider führend in „rechtem Gedankengut“ ist. Die meisten rechten Straftaten, die meisten rechts motivierten Tötungen, die gut gemeinte Idee Pegida driftete total nach rechts ab, vorgestern erst wieder mit der Galgen-Geschichte…

      Verstehen Sie mich nicht falsch, ich liebe ihr Bundesland, es ist wunderschön! Aber die „98 Prozent“ müssen einfach mal lauter brüllen, damit man sie öffentlich auch wahrnimmt.

      • Tadus schrieb :

        Ich bin enttäuscht darüber das sie alle Sachsen über einen Kamm scheren. Als wären wir Sachsen das größte Übel für Deutschland. Sie sind Journalist, dann müssten sie wissen das Journalisten immer Objektiv berichten sollten. Dieses pauschalisierung aller Sachen als Nazis. Könnte man als Rassismus gegen uns Sachsen verstehen. Als Reporter sollte man solche Verurteilungen lassen weil sie damit alle Beleidigen die in Sachsen leben.

        • Andreas Hecht schrieb : Autor

          Ich schere lange nicht alle Sachsen über einen Kamm, doch die Statistiken lügen in dem Fall halt nicht. Sachsen hat ein überproportional großes rechtsextremes Problem mit den meisten Übergriffen gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte. Das darf man nicht vergessen. Habe ich so auch schon in Kommentar Nr. 3 ausgefürt…