Democratic Post

Kritische Texte und kontroverse Meinungen

Politik, Video Attentat im Thalys-Zug

Echte Helden: US-Marines verhindern Blutbad im Thalys-Zug

Das waren Szenen wie aus einem guten Thriller: Ein Marokkaner rennt mit einem Sturmgewehr durch einen französischen Schnellzug und verletzt mehrere Menschen. Doch dann werden drei Amerikaner zu Helden.

Im Hochgeschwindigkeitszug „Thalys“ eröffnete ein IS-Attentäter das Feuer aus einer automatischen Waffe. Zwei Personen wurden schwer verletzt. Dem Täter – ein 26-jähriger Marokkaner – werden Verbindungen zur Terrorvereinigung „Islamischer Staat“ nachgesagt. Zwei US-Marines und ein anderer Mitreisender überwältigten den Angreifer und verhinderten so eine große Tragödie.

Anzeige

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve bezeichnete den Angriff auf die Reisenden des Hochgeschwindigkeitszug „Thalys“ als terroristischen Akt. Es wird angenommen, dass der radikale Islamist Verbindungen zur Terrorgruppe „Islamischer Staat“ hat. Es ist nur dem beherzten Eingreifen dreier US-Amerikaner zu verdanken, die ein Blutbad im Thalys-Zug verhinderten.

US-Marines verhindern Blutbad im Thalys-Zug

Als der Hochgeschwindigkeitszug auf dem Weg nach Paris sich gerade in Belgien befand, eröffnete ein Mann das Feuer aus einem Kalaschnikov-Sturmgewehr auf die Mitreisenden. Die Amerikaner hörten einen Schuss und das Geräusch von splitterndem Glas. Sie sahen ebenfalls einen Zugbegleiter, der in panischer Angst vor einem Mann mit einem Sturmgewehr davonlief.

Zum Glück für die Fahrgäste klemmte die Kalaschnikov und der Attentäter musste das Gewehr erneut durchladen. Das war das Signal für die Amerikaner Spencer Stone – einem Luftwaffensoldaten und dem Nationalgardisten Alek Skarlatos, der erst im Juli aus Afghanistan zurückgekehrte. Spencer Stone rannte in diesem Augenblick dem Attentäter entgegen, packte ihn und konnte ihm das Sturmgewehr aus den Händen reißen.

Anzeige

Der Angreifer zückte in diesem Augenblick ein Cutter-Messer und stach auf einen Freund des Amerikaners ein. Die beiden anderen Amerikaner, Alek Skarlatos und der Student Anthony Sadler, konnten den Attentäter überwältigen und schlugen so lange auf ihn ein, bis er bewusstlos war.

Das Attentat hätte in einem Blutbad enden können

Der 62-jähriger Brite Chris Norman habe geholfen, den Angreifer zu fesseln. Die US-Amerikaner kümmerten sich im Anschluss um einen aus einer Halswunde blutenden Reisenden, der zuvor mit dem Teppichmesser verletzt wurde. Die Blutung an der Kehle konnte gestoppt werden, bis Sanitäter eintrafen.

Die heldenhafte Aktion der drei US-Amerikaner hat ein größeres Blutbad verhindern können. Glücklicherweise klemmte das Sturmgewehr, ansonsten wären wesentlich mehr Menschen zu Schaden gekommen. Wahrscheinlich hätten etliche Reisende für die Zugfahrt mit ihrem Leben bezahlen müssen.

Auch US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Aktion als eine heldenhafte und selbstlose Tat, die eine Tragödie verhinderte.

Die besten Videos zum Attentat

Der überwältigte Attentäter am Boden

Quellen:

Anzeige

Democratic Post unterstützen

Wenn Ihnen unser Artikel gefallen hat: Bitte unterstützen Sie diese Form des Journalismus.

Bitte wählen Sie:
Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

Sie möchten für uns schreiben? Gern!

Die Democratic Post ist eine Debattenplattform für alle - auch kontroversen - Perspektiven aus demokratischer Sichtweise. Sollten Sie eine Beitragsidee zu politischen oder gesellschaftlichen Themen haben, schicken Sie den Artikel bitte an unsere Redaktion unter redaktion (at) democraticpost.de.

Druckversion
Webseite ausdrucken

Sorry, die Kommentare sind geschlossen.