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Kriegsgebiet Heidenau: Blinder Hass und Gewalt regieren die Straßen

Kriegsgebiet Heidenau: Blinder Hass und Gewalt regieren die Straßen

Heidenau ist Kriegsgebiet. Erneut entlädt sich Hass zur puren Gewalt und Terror

Heidenau in Sachsen hat sich zu einem rechtsfreien Raum entwickelt. Es regieren blindwütiger Hass und brutale Gewalt gegen die Polizei, die der Ausschreitungen versucht Herr zu werden. Zwei weitere Polizisten wurden dabei schwer verletzt. Böller, Flaschen und Steine regnen auf die Gesetzeshüter herab. Vor der Flüchtlingsunterkunft entlädt sich ein bisher nicht gekanntes Maß an Gewalt und Aggression. Heidenau ist Kriegsgebiet.

Als die Flüchtlinge eine neue Unterkunft in einem leerstehenden Baumarkt in der kleinen Stadt nahe Dresden beziehen sollen, bildet sich ein Protestzug von mehreren hundert Menschen. Schnell entwickelt sich eine bisher nicht gekannte Aggression gegen die Asylbewerber. Es kommt zu schweren Ausschreitungen, bei denen bisher 33 Polizisten zum Teil schwer verletzt werden.

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Update 24. August 2015

Auch in der Nacht zum Montag ist es wieder zu Ausschreitungen in Heidenau gekommen. Die dritte Nacht in Folge wurde Heidenau von schweren Ausschreitungen heimgesucht. In dieser Nacht trafen Angehörige der Antifaschistischen Szene auf die rechtsradikalen Heidenauer. Nach einer friedlichen Demonstration für die Flüchtlinge, denen man mit Willkommensgrüßen zeigen wollte, dass nicht alle Menschen in Deutschland fremdenfeindlich sind, kam es dann zu Übergriffen.

Rechte und Linke bekämpften sich in dieser Nacht. Jedoch ging die Polizei recht schnell dazwischen und stoppte die Auseinandersetzungen mit Tränengas. Ein bereitstehender Wasserwerfer musste nicht eingesetzt werden. Es soll zu Verletzten unter den gegnerischen Parteien gekommen sein.

Der Beitrag geht unterhalb des Videos weiter. Die aktuellsten Videos finden Sie unten im Beitrag.

Kriegsgebiet Heidenau: Ausländerhass und Gewalt regieren die Straßen

Böller, Flaschen und Steine regnen auf die Polizei herab. Diese versucht mit dem Einsatz von Tränengas den aufgebrachten Mob unter Kontrolle zu bekommen, was jedoch nicht so recht gelingen will. Bereits den zweiten Tag in Folge kommt es in Heidenau zu schweren Auseinandersetzungen. Heidenau ist Kriegsgebiet.

Rund 1.000 Menschen protestierten gegen die Flüchtlingsunterkunft in ihrer Stadt. Viele erkennbar Rechte haben sich den Protestzügen angeschlossen. Doch nicht nur Rechte demonstrieren, sondern auch normale Menschen, Familien mit Kinderwagen sind ebenfalls unter den Demonstranten zu sehen.

Auf Transparenten wird bekundet, dass man auf Asylbewerber bestens verzichten kann. Niemanden interessiert hier, was die Flüchtlinge durchmachen mussten, um nach Heidenau zu gelangen.

Freitag riefen noch NPD-Männer zur Demonstration auf, der Marsch war zuerst noch friedlich verlaufen. 24 Stunden später mussten die Rechten nicht mehr gerufen werden. Zuerst belagerten sie den Supermarkt in der Nähe und tranken sich mit viel Bier Mut für die kommende Schlacht an. Schaulustige waren kaum vorhanden, was den Rechten noch mehr Raum verschaffte.

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Die Flüchtlinge verschanzen sich im Baumarkt

Hinter hohen Sicherheitszäunen und einer Barriere aus Polizeibussen verschanzen sich die Flüchtlinge in dem Baumarkt. Keiner von ihnen traut sich auf die Straße. Alle haben Angst. Bewacht werden sie von einer Phalanx aus circa 170 Polizisten. Alles ist an diesen Samstag ruhig. Gespenstig ruhig. Doch das ist nur die Ruhe vor dem Sturm.

Wie aus dem nichts entlädt sich die Aggression und der Hass regiert. Steine fliegen, Flaschen werden zu Wurfgeschossen und Böller untermalen den Kriegsschauplatz. Es herrscht ein Ausnahmezustand. Den zweiten Tag in Folge ist Gewalt die Methode der Demonstration.

Die Politik reagiert (ein bisschen)

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) möchte in Heidenau einen besonderen Sicherheitsbereich anlegen. Es soll ebenfalls ein „Kontrollbereich“ angelegt werden, um potenzielle Gewalttäter frühzeitig zu identifizieren und auszusortieren. Dazu sollen auch verstärkt Kontrollen der Personalien durch die Polizei durchgeführt werden, die auch Platzverweise und Aufenthaltsverbote aussprechen können soll.

Ob das wirklich helfen wird, ist fraglich. Vielleicht hilft es etwas, die Gewalt einzudämmen. Doch an der Gesinnung der Heidenauer Bürger wird es nichts ändern. Damit meine ich nicht nur die erkennbar Rechten, sondern auch die „normalen Bürger“. Der Hass zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten von Heidenau. Genauer gesagt ist das ganze Bundesland Sachsen eine einzige Brutstätte von rechten Gedankengut, von Hass, Terror und Gewalt.

Ganz Sachsen ist infiziert mit dem Virus des Ausländerhasses. Den Flüchtlingen in Sachsen ist auch mit den von der Politik geplanten Aktionen nicht zu helfen. Sie werden sich in Heidenau und jedem anderen Ort Sachsens nicht frei bewegen können. Spaziergänge und Einkäufe zur Zerstreuung werden ohne Übergriffe nicht möglich sein. Für die Asylbewerber ist dieser Zustand erneut traumatisierend. Sie kommen von einem Kriegsgebiet in ein anderes.

Die neuesten Videos zum Thema Heidenau

Vizekanzler Gabriel besuchte Heidenau am 24. August 2015

Heidenaus Bürgermeister nach Gabriels Besuch im Interview

https://youtu.be/XQ0jxE6Xwnk

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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