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Deutschland Flüchtlingsunterbringung

Flüchtlinge beziehen Nobelhotel in Brandenburg

Flüchtlinge beziehen Nobelhotel in Brandenburg

Beispielbild, es handelt sich nicht um dieses Hotel.

Brandenburg bringt seine Flüchtlinge besonders originell unter. Angesichts der ständig zunehmenden Anzahl von Asylbewerbern hat Brandenburgs Landesregierung nun ein Nobelhotel angemietet, um dort circa 350 Asylanten unterzubringen. Die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstatt sei hoffnungslos überlastet, wie die Märkische Oderzeitung berichtete.

Die Kosten für den Steuerzahler werden nicht gerade gering sein. Die Landesregierung Brandenburgs hat sich zu den Kosten bislang nicht geäußert. Auch die Betreiber des Hotels sind zu absoluten Stillschweigen verpflichtet worden. Das Landesinnenministerium ließ nur verlauten, dass man sich auf eine Pauschale geeinigt habe, die auch die nötige Verpflegung beinhalte.

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Flüchtlinge beziehen Nobelhotel: Vier Sterne und Juniorsuiten

Brandenburgs Flüchtlinge haben zurzeit echt Glück, zumindest, wenn sie zu den 350 Auserwählten gehören. Feinste Zimmer und Juniorsuiten können von ihnen bezogen werden. Das angemietete Hotel ist das Vier-Sterne-Hotel Ramada, gelegen in einer exklusiven Lage direkt in der schönen Natur des Schlaubetals.

Die Zimmer und Juniorsuiten überzeugen mit allem Komfort. Bad, Dusche/WC, kostenlosen WLAN, Kabel-TV mit Pay-TV und Radiofunktion, Hosenbügler, Schreibtisch, Sitzgelegenheiten und natürlich Großbildfernseher sind dort Standard. Die Flüchtlinge können dort richtig entspannen und sich von ihren erlittenen Traumata erholen.

Ist die Unterbringung von Asylsuchenden in einem Nobelhotel die richtige Nachricht?

Rein rechnerisch gibt es jeden Tag in Deutschland ein Attentat auf Flüchtlingsunterkünfte. Die Lage ist angespannt, sogar sogenannte „normale Bürger“ äußern sich im Fernsehen frei heraus gegen Flüchtlinge und Asylbewerber. Ein Mann aus Bayern meinte unverblümt, dass die „Neger“ nicht zu den anderen Bewohnern passen würden. Frau Merkel wurde in Heidenau (Sachsen) mit Volksverräterin und weiteren Schimpfworten belegt.

Das deutsche Volk ist im Umbruch. Noch 2006 während der Fußball-WM sorgten wir Deutsche für ein hervorragendes Ansehen in der Welt, gaben uns als weltoffen und liberal. Die WM hat Deutschland gut getan.

Im Jahr 2015 jedoch hat sich alles geändert. Ein erschreckend großer Anteil der Deutschen Bevölkerung ist voller Hass und Fremdenfeindlichkeit und trägt diese Gefühle ganz offen nach außen. Gewalttaten gegen Polizisten und Flüchtlinge sind plötzlich alltäglich, der Hass regiert die Straßen. Fast jeden Tag brennen Asylunterkünfte, die Schwelle zur Gewalt sinkt fast täglich. Mittlerweile werden sogar Morde in Kauf genommen, wie der letzte Brandanschlag im niedersächsischen Salzhemmendorf zeigte.

Ob die Unterbringung der Flüchtlinge in einem Nobelhotel in dieser Zeit die richtige Nachricht ist, darf bezweifelt werden. Der Hass könnte so weiter geschürt werden, Bürgerkriegsähnliche Zustände könnten sich etablieren.

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Asylbewerber als Untermieter

In Brandenburgs Landkreis Oberhavel wird die Flüchtlings-Situation unerträglich. Der Landkreis ist völlig mit der Situation überfordert, es mangelt an allen Ecken und Enden an Unterkünften und Versorgungsmaterial. 3.000 Asylsuchende muss der Landkreis bis zum Ende des Jahres aufnehmen, gerechnet habe man jedoch nur mit 1.000 Personen. Bereits jetzt würden dem Landkreis 400 Plätze zur Unterbringung fehlen.

Der Parteilose Sozialdezernent Michael Garske rief daher die Bevölkerung auf, Flüchtlinge als Untermieter zu akzeptieren, da die Lage extrem angespannt sei.

Ob es die richtige Entscheidung sein kann, dass Privatpersonen die Versäumnisse der Kommunen und des Staats ausbügeln sollen, ist zweifelhaft. Natürlich steht es jedem Menschen offen, einen (oder mehrere) Asylsuchende bei sich aufzunehmen, doch dies sollte aus eigenem Antrieb geschehen.

https://youtu.be/NfDsPtLTFUU

Quelle:

Junge Freiheit

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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