Democratic Post

Kritische Texte und kontroverse Meinungen

Meinung Deutschland und die Flüchtlinge

Flüchtlingsschwemme: Deutschland, das gelobte Land – Teil 1

Das Titelbild zeigt den Münchener Hauptbahnhof vor der Flüchtlingsinvasion anno 2012 - welch' glückliche Zeiten!

Der Münchener Hauptbahnhof vor der Flüchtlingsinvasion anno 2012 - welch' glückliche Zeiten!

Wir sind jetzt die neuen Amerikaner

In Kürze wird das Oktoberfest in München seine Pforten öffnen, aber wer will dafür die schöne bayrische Landeshauptstadt wirklich besuchen? München gleicht derzeit dem chaotischen Antlitz eines deutschen Kalkuttas. Flüchtlinge wohin das Auge reicht! Dieses Szenario ist weder für die Flüchtlinge sinnvoll noch für die Belastbarkeit der Deutschen. Vergangenen Sonntag warf Merkel ihren Rettungsanker: Grenzkontrollen an deutschen Grenzen! Aber ist das die Lösung? Sicher nicht!

Deutschland wird sich ab jetzt einem steten Wandel unterziehen müssen und werden. Nichts bleibt wie es zuletzt war. Deutschland wird sich vollkommen verändern. Sorgen wir dafür, dass es zum Guten sein wird.

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Deutschland – das gelobte Land?

Für die Flüchtlinge ist Deutschland das gelobte Land. Darum wollen auch 90 Prozent der Vertriebenen hierher, zu uns. Das ist einerseits sehr schmeichelhaft, andererseits aber auch die größte Herausforderung seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland.

Deshalb werfen wir doch einmal gemeinsam einen etwas anderen Blick auf die Aktualitäten und deren Auswirkungen. Im Folgenden möchte ich allen bewusst machen und herausarbeiten, warum ich meine, dass Deutschland am Wendepunkt steht: Von jetzt an wird sich alles verändern und es wird nie wieder so sein wie es war!

Europäische Auswanderer nach Amerika um 1900-1910

Europäische Auswanderer nach Amerika um 1900-1910

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Retrospektive

Europa zwischen 1850 und 1934

Die Geschichte wiederholt sich: Über die Häfen in Hamburg, Bremerhaven und Rotterdam wanderten 60 Millionen Menschen unter schwersten Bedingungen nach Amerika aus. Von den Amerikaner wurden die Auswanderer damals nur aufgenommen, wenn sie ein aktuelles Gesundheitszertifikat vorzuweisen hatten, denn die USA fürchteten eingeschleppte Krankheiten, die zu Epidemien werden könnten. Ganze Schiffe voll mit Auswanderern schickten die US-Amerikaner nach Europa zurück im Falle fehlenden Gesundheitsnachweises.

Das Hamburger Museum „BallinStadt“ bietet umfangreiche Informationen in einer wunderschönen Ausstellung an Original-Schauplätzen über diese Zeit und ein Besuch ist sehr empfehlenswert, um den eigenen Blickwinkel zu überprüfen. Es ist in jedem Fall einen Besuch wert.

Amerikanischer Soldat im Irakkrieg

Amerikanischer Soldat im Irakkrieg

Der Nahe und der Ferne Osten

Seit Dezember 2010, zur Zeit des Arabischen Frühlings, toben in Nordafrika und im Nahen Osten die Aufstände. Der Diktator und Machthaber Baschar al-Assad kam im Februar 2011 an die Reihe. Es wären also mehr als vier Jahre Zeit gewesen – ob das genügend gewesen wäre oder nicht, sei dahingestellt – dass die internationale Staatengemeinschaft sich um das Problem „Arabische Republik Syrien“ hätte wenigstens kümmern können.

Konfliktlösungen vor Ort erarbeiten, Befriedung auf syrischem Territorium, Absetzung des Assad-Regimes und Hilfestellung zur Implementierung einer demokratischen Regierung unter Berücksichtigung der Menschenrechte aller dort gelebt habenden Glaubensgemeinschaften. Last but not least, natürlich auch finanzielle und wirtschaftliche Hilfeleistungen stellen.

Stattdessen hat sich die westliche Welt unter Federführung der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) viel zu lange in Afghanistan und mit Al-Qaida-Führer Osama Bin Laden aufgehalten. Gut, Bin Laden sollen sie ja angeblich im Mai 2011 erwischt haben. Der „persönliche“ Rachefeldzug der US-Amerikaner als Vergeltung für die Anschläge vom 09. September 2001 hat viel Zeit gekostet. Zeit, die im ohnehin instabilen Nahen Osten dringend gebraucht worden wäre!

Der Erfolg des Einsatzes im Land des Hindukusch war und ist auch weiterhin sehr zweifelhaft, denn mit schwindender Präsenz der alliierten Truppen erobern sich die Taliban langsam aber sicher „ihr“ Land wieder zurück. Alles wird wieder auf null gesetzt werden und beginnt von vorn.

Die schockierende Wahrheit über die Islam-Angst Deutschlands

Fehleinschätzungen

Für Instabilität in der Region des Nahen Ostens sorgte US-Präsident George W. Bush, der während seiner ersten Amtszeit unter dem Vorwand, dass Saddam Hussein (damaliger irakischer Staatspräsident) atomare Massenvernichtungswaffen zum Anschlag gegen die USA nutzen könnte, um in den Irak einmarschieren zu können und Hussein zu stürzen.

Die Planung des Irakkriegs (auch Dritter Golfkrieg genannt) begann Bush direkt nach seinem Amtsantritt 2001, welche durch die Anschläge von 9/11 eine große Legitimation in der Weltbevölkerung bekam. Der Zweite Irakkrieg währte vom 20. März bis 01. Mai 2003, doch die Besatzungszeit der amerikanischen Armee dauerte bis 2011.

Nach Abzug der amerikanischen Truppen kam es zu keiner Befriedung des Irak und mündete 2014 in einer ernste Irakkrise; die sunnitische Minderheit fühlte sich durch den schiitischen Staatspräsidenten Nuri al-Maliki unterdrückt. Damals etablierte sich der „ISIS“ (= Islamischer Staat im Irak und in Syrien) und hätte sogar fast Bagdad zu Fall gebracht, wären die Amerikaner nicht zu Hilfe geeilt.

Die Arabische Revolution in Tunesien, Ägypten und Libyen wurden von europäischer Seite begrüßt und komplett unterschätzt. Waren doch die Diktatoren als Bollwerk gegen schwarz-afrikanische Flüchtlinge verschwunden, die mit Sicherheit von den europäischen Regierungen ordentliche Finanzspritzen für ihre Dienste bekamen. Man pflegte sozusagen diplomatisch-freundschaftliche Kontakte mit Diktatoren und Tyrannen!

Zusätzlich entstanden neue Krisengebiete: Nämliche die Überbleibsel nord-afrikanischer, islamistisch-arabischer Staaten, deren Revolutionäre unfähig waren stabile, demokratische Regierungen und/oder Machtverhältnisse hinbekamen. Jahrelang herrscht dort das Chaos und die ganze Welt sieht zu. Ein gefundenes Fressen für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ !

Die terroristischen Aktivitäten des „Islamischen Staats“ (=IS; Nachfolge-Organisation des ISIS) weiteten sich auch auf benachbarte Länder in der Region aus, vor allem in Syrien und Libyen. Diese beiden Staaten sind derart zerrissen nach der Entmachtung und Hinrichtung ihrer Machthaber, dass sich keiner um den wirklich wichtigen und wahren Gegner, dem „Islamischen Staat“ kümmert.

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Über den Autor
Nicole HahnHerausgeberin und Redakteurin

wurde 1962 in Hamburg geboren. Sie gründete im Juli 2015 zusammen mit Andreas Hecht die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion.

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Ein Kommentar

  1. jan schrieb :

    Ja , Meister. Oder: Gut gebrüllt Löwe.
    Aber jetzt mal im Ernst. Warum waren wohl die „Revolutionäre“ des arabischen Frühlings nicht in der Lage , eine stabile Demokratie zu etablieren? Weil es in der Mehrzahl eben keine Demokraten waren. Welcher Teufel unsere Politiker und Möchtegern- Intellektuellen geritten hat , diesen Wahnsinn auch noch zu unterstützen , wird mir auf ewig schleierhaft bleiben. Aber das ist wie in der Türkei. Die einzigen , die dort für eine pro westliche Politik standen , waren die Militärs. Die im Bedarfsfall auch mal gegen all zu große islamistische Bestrebungen geputscht haben. Ist natürlich auch kein demokratischer Akt. Hätte uns aber dauerhaft zum Selbsterhalt geholfen. Was nutzt die gute Idee, wenn die die sie leben, das nicht mehr können?