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Der Nahe und Mittlere Osten: Knallharte Fakten, warum eine ganze Region zerfällt

Eine region ist am Ende: Der Zerfall des Nahen und Mittleren Ostens

Einst war die islamische Welt eine Hochkultur und brachte eine Innovation nach der anderen hervor. Im Mittelalter waren muslimische und jüdische Ärzte die Vorreiter in der Heilkunst. Doch aus dem heilenden Islam ist im Laufe der Jahrhunderte ein rückständiger, unheilbarer Islam geworden. Dieser stellt mittlerweile eine real existierende Bedrohung für die westliche Welt dar.

Der Nahe und der Mittlere Osten ist am Ende. Eine ganze Region ist dermaßen aus den Fugen geraten, dass der Westen sich und der Region nicht mehr zu helfen weiß. Eine unglaublich große Terror-Gefahr und eine praktisch nicht vorhandene Wirtschaft sorgen für ein extremes Chaos in der Region.

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Ein Weltkulturerbe nach dem anderen wird von der Terror-Miliz Islamischer Staat zerstört. Betroffen sind die irakischen Weltkulturstätten Hatra, der Palst von Nimrud und die antike Stadt von Ninive. Viele weitere Kulturgüter wurden ebenfalls zerstört: Die Moschee des Propheten Jona, der Schrein des Propheten Daniel oder die al-Khidr Moschee in Mosul.

Für den Westen sind diese betroffenen Orte nicht mehr zugänglich, der IS kontrolliert die Gegend weiterhin.

Der Nahe und Mittlere Osten: Der Zerfall einer Region

Die Region Syrien und Irak wurde 1916 von Großbritannien und Frankreich aufgeteilt. Die beiden Staaten legten in der „Sykes-Picot“ Vereinbarung ihre kolonialen Interessen fest.

Das Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 war eine geheime Übereinkunft zwischen den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs, durch die deren koloniale Interessengebiete im Nahen Osten nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg festgelegt wurden.

Der IS sorgt für eine Auflösung dieser festgelegten Grenzen und schaffen damit eine Region, die dem Westen völlig unbekannt ist und Rat- und Tatenlosigkeit nach sich zieht. Alte Grenzen werden nicht mehr akzeptiert, was für einen Zerfall von arabischen Nationalstaaten sorgt.

Territorialkämpfe entbrennen allerorts

In allen vielen arabischen Nationalstaaten wie dem Irak, dem Yemen, Syrien und auch Libyen entbrennen Kämpfe zwischen rivalisierenden Gruppen um Territorien und Herrschaftsgebiete innerhalb dieser Staaten. In vielen Fällen erheben die rivalisierenden Truppen Ansprüche auf grenzüberschreitende Gebiete. Es kämpfen nicht nur die Milizen des Islamischen Staates um die Territorien, sondern auch Kurden und Tuareg-Völker.

Grenzen existieren nur noch auf dem Papier. Wichtig sind nur noch die Eroberungen von Territorien und Herrschaftsgebieten, ähnlich wie im Westen zurzeit der Antike und des frühen Mittelalters.

Doch es gibt auch noch Staaten, die noch nicht von Auflöseerscheinungen heimgesucht werden. Tunsesien und Ägypten zum Beispiel. In beiden Staaten gab es Revolutionen, die jedoch nicht in einem Staatszerfall endeten. Man darf gerne spekulieren, woran das liegt, vermutlich daran, dass der IS noch kein Auge auf diese Territorien geworfen hat.

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Der Terror in der Region wird nicht weniger werden

Das Problem des fundamentalistischen Terrorismus durch den Islamischen Staat wird sich keinesfalls schnell erledigen. Im Gegenteil, vermutlich wird sich der Terror noch ausbreiten. Und selbst wenn der IS entscheidend geschwächt werden könnte, so würde eine weitere Gruppierung nachrücken und für nicht endend wollenden Terror sorgen. Denn die Gewalt ist die Folge der Lehre Mohammeds.

Gleich an zwei Haupt-Problemen krankt der Islam: Erstens an der wortwörtlichen Auslegung des Korans und zweitens an der Bildungsferne des überwiegenden Teils seiner Anhänger. Wer nicht lesen kann, kann die Dinge, die er zu hören bekommt, nicht abgleichen und kontrollieren. Analphabeten müssen alles als gegeben hinnehmen.

Auch Deutschland muss mit einem ständig anwachsenden Fanatismus des muslimischen Teils seiner Bevölkerung leben, die Terrorgefahr durch den radikalen Islam wächst beständig.

Die fünf großen Probleme des Islam führen zum Terror
  1. Die wörtliche Auslegung des Koran
  2. Die Vorstellung, das Leben nach dem Tode sei wichtiger als das Leben davor
  3. Die Scharia als Grundlage der islamischen Rechtslehre und Praxis
  4. Das Privileg der Gelehrten, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten
  5. Und die Notwendigkeit, den Dschihad beziehungsweise den heiligen Krieg zu führen.

Die Muslime auf der Welt produzieren keine Heilmittel. Sie verbreiten Krankheiten wie den radikalen Salafismus. Es sind chronische, unheilbare Krankheiten.

Die letzten stabilen arabischen Staaten

Der Libanon und Algerien sind bislang noch als stabil anzusehen, die Frage ist nur, wie lange das so bleiben wird. In Algerien regiert ein repressives Militärregime – niemand weiß, wie lange sich dieses noch halten kann. Auch Jordanien ist ein Wackelkandidat, ein haschemitisches Königshaus hält sich tapfer gegen die Übermacht von über 50 Prozent Palästinensern seines Volkes.

Neue Konflikte und instrumentalisierende Staaten

Das Ende des Nahen und Mittleren Ostens liegt nicht nur an der Auflösung alter Grenzen, sondern vor allem auch an neuen Konflikten. Der ewig schwellende und gewaltsame Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten ist ein weiterer Grund für den Zerfall der Region.

Die Sunniten und Schiiten trennen unterschiedliche Auffassungen des islamischen Glaubens. Die Sunniten bilden dabei die Mehrheit in den meisten muslimischen Ländern.

Karte der sunnitischen und schiitischen Gebiete

Grün: sunnitische Gebiete | Rot: schiitische Gebiete | Blau: Ibaditen (Oman)

Dieser Konflikt wird sich eher nicht auflösen, sondern höchstwahrscheinlich ausweiten. Denn mit der unterschiedlichen Glaubensfrage lassen sich hervorragen Menschenmassen instrumentalisieren und mobilisieren.

Zudem gibt es zwei Staaten, die um die Herrschaft der arabischen Gebiete kämpfen. Saudi-Arabien und der Iran stehen in einem ständigen Konflikt miteinander und ringen um die Vorherrschaft. Mittelfristig wird wohl der Iran den Konflikt für sich entscheiden können, das Atomabkommen spielt dem Staat direkt in die Hände. Teheran wird nach der Aufhebung der Sanktionen gegen sich nicht nur ökonomisch, sondern vor allem auch militärisch stärker werden. Das Machtgefüge wird sich in Richtung Iran verschieben.

Vielleicht werden wir auch neue Allianzen entstehen sehen, hier bietet sich eine Allianz zwischen Saudi-Arabien und Israel an.

Die nichtvorhandene Wirtschaft

Eine Wirtschaft ist in den umkämpften Ländern praktisch nicht vorhanden, ökonomisch gesehen stehen die meisten Staaten der Region vor dem Bankrott. Angesichts einer sich ständig verjüngenden Gesellschaft ist dies ein ernstes Problem, denn die Bevölkerung hat dadurch keinerlei Chancen auf Bildung und angemessen bezahlte Arbeit.

Alle angesprochenen Probleme tragen zu der Völkerwanderung bei, die wir gerade erleben. Immer mehr Menschen fliehen aus der Region. Menschen mit Bildung und Familie, die ein sicheres Leben in einem anderen Land anstreben und daher Richtung Europa ziehen.

Zusammenfassung: Darum zerfällt der Nahe und Mittlere Osten

  1. Die Auflösung der in der „Sykes-Picot“ Vereinbarung festgelegten Grenzen durch den IS und andere Gruppierungen
  2. Rivalisierende Gruppen kämpfen um die Vorherrschaft in grenzübergreifenden Territorien
  3. Der ständige gewaltsame Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. Diese zwei Glaubensrichtungen des Islam kollidieren ständig.
  4. Das Ringen um die Vorherrschaft auf der arabischen Halbinsel zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Der Zerfall der Region wird durch beide Staaten gefördert und unterstützt.
  5. Die wortwörtliche Auslegung des Korans. Das sorgt für die Notwendigkeit, den heiligen Krieg (Dschihad) zu führen
  6. Die Bildungsferne des überwiegenden Teils der Muslime. Wer nicht lesen kann, kann die Dinge, die er zu hören bekommt, nicht abgleichen und kontrollieren.
  7. Der Libanon, Algerien und Jordanien sind bereits destabilisiert. Ein Zerfall der letzten stabilen islamischen Staaten ist daher nur noch eine Frage der Zeit.
  8. Die quasi nichtvorhandene Wirtschaft. Die Bevölkerung hat keinerlei Chance auf Bildung und Arbeit.

Fazit

Der Westen hat sich die große Problematik noch nicht klar gemacht. Er schaut einfach nur zu, ohne zu handeln. Ein langfristiges Engagement gibt es nicht, nur kurzfristige Löschungen besonders brisanter Feuerherde werden ausgeführt.

Der sicherheitspolitische Aspekt wurde bisher nicht gesehen oder einfach übersehen. Das kann schneller auf uns zurückfallen, als uns lieb ist.

Quellen:

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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