Democratic Post

Kritische Texte und kontroverse Meinungen

Meinung Die Flüchtlingsbewältigung

Flüchtlingsschwemme: Deutschland, das gelobte Land – Teil 2

Bundeskanzleramt, Berlin

Das Bundeskanzleramt in Berlin.

Die eine Seite der Medaille

Ein Sommermärchen II-Euphorie namens „Deutschlands neue Willkommenskultur“ und einen beispiellose Zahl an Helfern, die uns Deutsche auf der Welt richtig gut aussehen lassen. Ich war noch nie so stolz darauf, eine Deutsche zu sein. Heute bin ich es, denn Deutschland drückt sich nicht vor der Verantwortung, als reiches Industrieland arme Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, im Gegensatz zu vielen anderen EU-Staaten!

Danke, Hamburg!

Stellvertretend für viele Kundgebungen der #AktionArschloch steht die Anti-Nazi-Kundgebung meiner Heimatstadt Hamburg und ich danke den 800 Gegendemonstranten dafür, dass „Rechts“ in der traditionsreichen SPD-Hochburg keine Chance hat! Bemerkenswert war allerdings die Über-Präsenz der Polizei-Einsatzkräfte zu Pferd, zu Fuß und zu Wasserwerfern!

Die andere Seite der Medaille

Wir dürfen bei aller Sommermärchen II-Euphorie namens „Deutschlands neue Willkommenskultur“ den Blick für unsere deutschen Mitbürger rechts der Mitte nicht vergessen. Je mehr Chaos und Fremde ins Land kommen, desto mehr flüchten die Unsicheren, Ängstlichen und Arbeitslosen in die ausgebreiteten Arme der „Braunen Brut“. Ob in Ost oder West spielt heute keine Rolle mehr. Wir berichteten bereits ausführlich darüber.

Um diese komplexe und komplizierte Aufgabe über einen längeren Zeitraum stemmen zu können, benötigen wir vor allem eines: Psychologen, Therapeuten, Berater, Pastoren oder Priester, Sozialarbeiter und -pädagogen! Alle sozialen und interkulturellen Berufsgruppen, die unser Land zu bieten hat oder .

Bereits in den Erstkontakteinrichtungen, aber spätestens in den endgültigen Flüchtlingsunterbringungen, müssten nicht nur Hipp-Gläser, Pampers und Cola-Flaschen bereitstehen, sondern eben genannte Fachleute mit Englisch- oder besser Arabischkenntnissen, die die Neuankömmlinge an die Hand nehmen und sie mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen.

Parallel dazu müssten andere der oben genannten Berufsgruppen unsere eigenen Einwohner, die aus Angst zur Pegida oder möglicherweise zur NPD oder ähnlichen Gruppierungen liefen, in die Mitte der Gesellschaft zurückholen und mit ihren neuen Mitbewohnern bekannt machen. In den meisten Fällen protestieren die Bürger gegen Asylanten aus Unkenntnis.

Deutsche in Angst und Armut oder eventuell Notleidende oder Perspektivlose befürchten häufig, dass die muslimischen Fremden ihnen etwas wegnähmen und daraus resultiert dann letztlich der Hass auf diese vor dem Krieg Geflüchteten. Dabei bekäme ein Arbeitsloser keinen höheren Satz Arbeitslosengeld I oder II, ob die Flüchtlinge nun kommen oder nicht.

Anzeige

Die Sicht der Anderen

Die britische Zeitung ‚The Independent‘ fragte letzte Woche in einem Leitartikel über Deutschlands Wiedereinführung der Grenzkontrollen, ob sich damit nicht ein dramatischer Wandel in der Flüchtlingspolitik vollziehe?

In diesem Zusammenhang verweise ich auf einen Petitionsaufruf des „The Independent“ auf der Petitionsplattform „Change.org“. Bitte folgen Sie diesem Link und unterzeichnen auch Sie den britischen Widerstand gegen die Haltung von Premierminister David Cameron. Bitte helfen auch Sie mit! Damit Großbritannien sich seiner Verantwortung stellt und auch angemessen viele Flüchtlinge aufnimmt. Diese Petition können auch Nicht-Briten zeichnen!

In Kroatien bekam heute ein aus Afghanistan stammender Mann offensichtlich einen Herzinfarkt. Hilfe ist vor Ort. Dieser Vorfall zeigt, welche Strapazen die Menschen auf sich nehmen, um ihrem Schicksal zu entrinnen!

Die Sicht auf die deutsche Situation

Zu wenige Beamte an den Grenzen und in den Erstkontakt-Einrichtungen, zu wenig Unterkünfte und ArbeitnehmerInnen im öffentlichen Dienst, die dem Andrang natürlich nicht standhalten können. Flüchtlinge, die zum Beispiel in Berlin wie Obdachlose auf der Straße und in den Parks schlafen müssen, wurden von einer Warteschlange in die nächste geschickt. Kommen Sie zwei Minuten zu spät, dann heißt es nur: „Kommen Sie morgen wieder, wir haben jetzt geschlossen!“ und das um 14:00 Uhr! Was für ein Skandal!

Warum werden nicht Hartz IV-Bezieher kurzfristig und unbürokratisch (Original-Merkel-Ton in Bezug auf die Bereitstellung von monetären Mitteln nach dem Oder-Hochwasser!) geschult und eingestellt – natürlich mit Bezahlung – um auszuhelfen? Die Flüchtlinge brauchen eine Bezugsperson, die sie an die Hand nimmt und in allen Fragen und Lebenslagen hilft bzw. weiß wo Hilfe sein könnte.

Kopien von Pässen und das Ausfüllen von Fragebögen sollten durchaus einige Langzeitarbeitslose auch noch hinbekommen. Damit wären diese sinnvoll beschäftigt und hätten weniger Zeit sich mit dem braunen rechten Rand der Gesellschaft zu beschäftigen!

Nach Monaten hatte die Bundesregierung für 800.000 Flüchtlinge einen Fond in Höhe von einer Milliarde Euro zur Verfügung gestellt. Das sind Euro 1.250,00 je Flüchtling. Wie weit soll jemand damit kommen, der mit nichts als der Kleidung auf dem Leib hier ankommt?

Auch diesbezüglich vertraut die Regierung auf die großzügige Spendenbereitschaft der Bevölkerung – und das kann sie auch. Bei uns in Hamburg haben sich die Messehallen als zentraler Sammelpunkt etabliert und man kann sich nur wundern, wie viel Potential an Spenden und Helfern noch in unserer Bevölkerung steckt. Das gibt es vielerorts in Deutschland.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) musste einsehen, dass der Flüchtlingsfond auf 3 Milliarden Euro aufgestockt werden muss. Allerdings sollen alle Resorts Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro vornehmen. Dabei hat Herr Schäuble doch gerade ein Plus von 10 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die geplante Schuldentilgung ist wohl nicht realisierbar.

Aber bitte nicht an der Bildung sparen!

Gerade an den Ausbildungen der künftigen Generationen wird sich der Integrationserfolg messen lassen können. Sowohl deutsche Schulen oder Universitäten hinken im internationalen Vergleich dermaßen in der Qualität hinterher, so dass Bundesfinanzminister Schäuble das Bildungsressort gut und gern um mehrere Milliarden aufstocken könnte.

Damit die Integration unserer neuen „Gäste“ gelingen kann, bedarf es etlicher gut ausgebildeter Helfer: Es fehlt allein an 20.000 bis 30.000 Lehrern – vor allem für das Fach „Deutsch als Fremdsprache“!

Eigene Ideen

  1. Wir Deutsche sollten auch einmal alle Fünfe gerade sein lassen und nicht alles immer bis hin zur tausendprozentigen Perfektion treiben.
  2. Die neuen Einwanderer können, falls deren Gesundheitszustand es zu lässt, auch gern selbst mit anpacken. Das stärkt auch deren Selbstbewusstsein und nimmt ihnen das Gefühl, hier nur Bittsteller zu sein.
  3. Wir sollten Flüchtlinge und Asylanten, die eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten, besser als Einwanderer bezeichnen, im Sinne einer selbstprophezeienden Positivierung dieses Themas.
  4. Zunächst einmal sind alle hier ankommenden Flüchtlinge aufzunehmen. Finanziell ist das für Deutschland kein Problem. Wir konnten schließlich auch Bürgschaften für Griechenland in Höhe von 115 Milliarden Euro leisten. Das Problem ist ein mentales, das in den Köpfen der Menschen existiert.
  5. Die geflohenen jungen, männlichen Syrer zu guten Kämpfern ausbilden und eventuell gemeinsam mit anderen europäischen Streitkräften zur Eroberung ihres eigenen Landes zurückschicken. Warum flüchten so viele junge wehrfähige Männer statt um ihre Heimat zu kämpfen? Lesen Sie auch hier.  Nach der Eroberung dann beim Wiederaufbau helfen.
  6. Dringend eine EU-weite Verteilung der eingereisten Menschen unter Berücksichtigung von Familienzusammenführungen. Diese soll ja nun am kommenden Dienstag in Brüssel beschlossen werden. Warten wir es ab.
  7. Gemeinsame Anstrengungen aller Länder eine Lösung der Fluchtursachen zu finden.
  8. Falls Geldpakete geschnürt werden, dann sollte überprüft werden, ob nicht korrupte Zwischenhändler sich diese in die eigene Tasche stecken!
  9. Das Ziel sollte eine Wiederrückführung des syrischen Volkes in ihr eigenes Land sein. Immer unter der Prämisse: Hilfe zur Selbsthilfe. Sonst haben wir bald die ganze Welt in Deutschland zu Gast und wer will dann entscheiden, wer herein darf und wer nicht.

Eine letzte Erinnerung

Sowohl im Zeitraum von 1850 bis 1934 flüchteten 60 Millionen Menschen aus Europa vor der Armut nach Amerika, vorwiegend in die Vereinigten Staaten von Amerika. (Lesen Sie Deutschland am Wendepunkt, 1. Teil)

Während der Nazi-Herrschaft flüchteten Hunderttausende nach Amerika. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs waren 12 Millionen Menschen in und um Deutschland auf Wanderschaft.

Das dürfen wir nie vergessen und jetzt ist es Zeit etwas zurückzugeben!

Deutschland steht jetzt am Wendepunkt und hat es in der Hand, ob die Veränderung durch die neuen Einwanderer uns bereichert und wir die Chance ergreifen und uns weiterentwickeln!

Anderenfalls laufen wir auf einen Bürgerkrieg zu…

Lesen Sie Teil 1 des Beitrags: Deutschland am Wendepunkt (Teil 1) – Wir sind die neuen Amerikaner

Quellen:

Anzeige

Inhaltsverzeichnis

Über den Autor
Nicole HahnHerausgeberin und Redakteurin

wurde 1962 in Hamburg geboren. Sie gründete im Juli 2015 zusammen mit Andreas Hecht die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion.

Sie möchten für uns schreiben? Gern!

Die Democratic Post ist eine Debattenplattform für alle - auch kontroversen - Perspektiven aus demokratischer Sichtweise. Sollten Sie eine Beitragsidee zu politischen oder gesellschaftlichen Themen haben, schicken Sie den Artikel bitte an unsere Redaktion unter redaktion (at) democraticpost.de.

Druckversion
Webseite ausdrucken

Ein Kommentar

  1. Werner schrieb :

    Aktion Arschloch ist ein gutes Stichwort, denn Volksfeinde die unbegrenzte Zuwanderung fördern verdienen keine geringere Bezeichnung! Wie dumm muß man sein, oder wie sehr muß man Deutschland hassen, um so blind zu sein?
    Diese masseninvasion ist geplant! Gegen Menschen in Not hat niemand etwas, aber was die verblödetetn Linksaussen Dumbos gerne übersehen, es sind bei weitem nicht alle Menschen die zu uns strömen aus der Not eines Krieges geflüchtet! der überwiegende Teil, wird ja nicht einmal registriert!? Wie krank muß man sein, um so etwas nicht zu sehen? Für uns Deutsche werden Nacktscanner an Flughäfen instaliert, aber Flüchtlinge aus Ländern die ja angeblich Terroristen ausbilden und beheimaten dürfen 100.000 unbegrnezt und kontroliert zu uns strömen?
    Es wird blindwütig sofort von Einbürgeung, Arbeiten etc gelabert, wo doch eigentlich vollkomen klar ist, das jeder wieder in seine Heimat zurück möchte!
    Da wird schon Eigentum zwangsenteignet, aber die grenzenlos debile Willkommensmanier
    sieht die parallelen zur dunklen zeit nicht! Dabei ist schon lange bekannt, das die USa Deutschland/Europa destabilisieren will, eben mit der Migrationsbombe die hier gerade platzt!
    In einigen angebl. Hilfscontainern sind Waffen gefunden worden, aber wer blind und blöd ist, registriert das wohl nicht. Das Zitat, wer seine Augen nicht zum sehen gebraucht, wird sie zum weinen brauchen, wird bald sehr realistisch. Ich weiss, das soviel Naivität und Dummheit bald bestraft wird. Leider zum Schaden Deutschlands