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Petitionen Der schleichende Tod: Glyphosat

Monsanto: Ein US-Konzern, der die Welt vergiftet

Monsanto

Monsanto: Der Hersteller des Umweltgifts Glyphosat

Nicht nur TTIP und Ceta bedrohen unsere Gesundheit: Der Glyphosat-Hersteller Monsanto (USA) hat eine erneute EU-Zulassung für 10 Jahre beantragt, trotz immer lauter werdender Kritik. Die zuständige EU-Behörde hat aufgrund noch ausstehender Gesundheitsgutachten das Entscheidungsultimatum um 6 Monate verschoben. Das ist die Gelegenheit, sich gegen eine weitere Vergiftung von Mensch und Tier zu wehren und Schlimmstes zu verhindern.

Wir unterstützen hierdurch die campact!-Petition „Glyphosat muss vom Tisch  und rufen hiermit zum Zeichnen derselben auf. Machen Sie bitte mit!

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Monsanto: Worum es im Wesentlichen geht

Bereits Anfang August dieses Jahres berichteten wir ausführlich über das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, welches vom US-amerikanischen Konzern Monsanto produziert und in über 125 Länder der Erde exportiert wird. Menschen, die in der Nähe von Einsatzgebieten mit Glyphosat-haltigen Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelten Feldern leben, leiden unter Krebs, Mutationen, Deformationen, Demenz, Alzheimer, Sterilität, Morbus Crohn und vieles mehr, um nur die schlimmsten Krankheiten und Symptome zu erwähnen.

Seit den 1960er Jahren existiert in Deutschland eine Pflanzenschutzgesetzgebung. Die Vereine Agrarkoordination & FIA e.V. sowie Pestizid-Aktions-Netzwerk e.V. berichten in einer selbst herausgegebenen Broschüre „Roundup & Co. – Die unterschätzte Gefahr“ ausführlich über den Werdegang der Pestizidzulassungen und -verbote der vergangenen rund 60 Jahre in der Agrarwirtschaft.

Wir erinnern uns an das Insektizid DDT, das Herbizid Atrazin, die Wirkstoffgruppe der Neonikotinoide – das waren alles Peanuts gegen das seit kurzem wieder in die Kritik geratene Total-Herbizid Glyphosat! Glyphosat-haltige Herbizide sind seit einiger Zeit in der Europäischen Union zugelassen. Der Verbrauch Glyphosat-haltiger Unkrautvernichtungsmittel beträgt mehr als 6.000 Tonnen pro Jahr, allein in Deutschland.

Dieses Umweltgift gelangt über die Tierfuttermittelproduktion aus Übersee bereits jetzt auf unsere Essteller und damit in unseren Körper. Bereits bei der Hälfte der Menschen in Europa lässt sich Glyphosat im Blut oder Urin nachweisen.

Wesentlich schlimmer und konzentrierter würde die gesundheitliche Belastung in Europa noch werden, wenn – und so ist es geplant durch TTIP und Ceta – unsere Felder ebenso flächendeckend mit genmanipuliertem Saatgut bepflanzt und anschließend mit Glyphosat-haltigen Unkrautvernichtern, wie z.B. Roundup, tonnenweise besprüht würden.

Machen wir uns nichts vor: Alle Europäer, über 500 Millionen Einwohner innerhalb der Europäischen Union, nehmen täglich Glyphosat über die Nahrungskette zu sich. Das tückische an C3H8NO5P (chemische Formel für Glyphosat) ist, dass es weder riecht noch schmeckt, noch sichtbar ist, sich nicht abwaschen lässt noch durch hohe oder extrem niedrige Temperaturen verbrennbar bzw. erfrierbar ist.

Eine sogenanntes Horror-Mittel und in vielerlei Hinsicht vergleichbar mit radioaktiver Strahlung. Nur die Halbwertzeit ist zum Glück für uns Menschen bedeutend kürzer. Sie beträgt ungefähr ein Jahr.

https://youtu.be/HIP-9P7KR0U

Durch einen häufig unsachgemäßen Umgang mit diesem und anderen Herbiziden, auch im privaten Gartenbereich, sickert Glyphosat bereits jetzt sowohl ins Grundwasser als auch auf sogenannte Bio-Felder. Die Kontaminierung der Böden ist in vollem Gang.

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Die Fakten

Folgende Fakten sind unumstößlich wissenschaftlich nachweisbar erwiesen.

Seit 2011 forscht die Universität Leipzig, Veterinärmedizinische Fakultät unter der Leitung von der Mikrobiologin, Frau Prof. Dr. Monika Krüger, welche zu folgendem Ergebnis gekommen ist:

Wir haben festgestellt, dass Glyphosat auf die gesundheitsfördernden Bakterien abtötend wirkt, während patogene bzw. krankheitsauslösende Bakterienspezies nicht beeinträchtigt werden. Sie können also an Masse im Magen-Darm-Trakt gewinnen.

Durch die Aufnahme von Glyphosat kommt es zu einem Umgleichgewicht in der Magen-Darm-Flora und es kommen dann Bakterien zum Zuge, die unter normalen physiologischen Umständen niemals zum Zuge gekommen wären.

Zuvor hatte ihr französischer Kollege, Prof. Gilles-Eric Séralini, ebenfalls Mikrobiologe, mit seinem Team eine Studie darüber veröffentlicht, dass 99 Prozent der gegen Glyphosat resistenten Pflanzen selbst Pestizide produzieren würden.

Im Juni 2014 fügte Prof. Séralini noch neue Erkenntnisse und Daten hinzu, nämlich dass das Glyphosat-haltige Herbizid von Monsanto, „Roundup“,

  1. schwere Leberstörungen,
  2. schwere Nierenstörungen,
  3. Störungen der Sexualhormone und
  4. eine vermehrte Hervorrufung von Brusttumoren (Mama Karzinome)

verursache. Prof. Séralini und seine Mitarbeiter verstehen ihre Untersuchungsergebnisse als Warnruf an die Menschheit!

https://youtu.be/TQKLWEgem2E

Fazit

Die in obigem Beitrag elendig verendeten Milchkühe starben an einer Clostridium botulinum-Vergiftung in Folge einer durch Glyphosat im Futtermittel entstandenen Abwehrschwäche.

Extreme Gewinne mit Glyphosat

Die weltweit Unkrautvernichtungsmittel produzierenden Konzerne verdienen überproportional an und mit Glyphosat. Der Gewinn des Glyphosat-Herstellers Monsanto liegt im US$-Milliardenbereich und betrug 30 Prozent seines Gesamtumsatzes. Tendenz steigend!

Armen Ländern, wie Argentinien, wurde seitens der Industrie versprochen, dass sich mit dem Einsatz von genmanipuliertem Saatgut von Getreide, Mais und Soja in Kombination mit einem Glyphosat-haltigen Herbizid eine Gewinnmaximierung um mehrere 100 Prozent würde realisieren lassen. Argentinien baute Monokulturen hektaweise mitm genverändertem Saatgut an und versprüht tonnenweise Glyphosat-haltige Herbizide.

Den Preis für dieses unkritische Verhalten der Regierung bezahlen die ArgentinierInnen im ländlichen Bereich mit einem 3-fach erhöhten Vorkommen von Krebs bei Kindern unter 12 Jahren und einer 4-fachen Erhöhung von Missbildungen bei Neugeborenen sowie zunehmende Kindersterblichkeit bereits im Mutterleib… leider auch hier: Tendenz steigend!

Die Politik: Zulassung des Killergifts verlängert

Die EU-weite Zulassung der Glyphosat-haltigen Pestizide waren bis Ende 2015 zugelassen. Wegen noch ausstehender Gutachterergebnisse wurde die Frist um sechs Monate verlängert. Über eine Zulassungsverlängerung von Glyphosat innerhalb der Europäischen Union wird auf EU-Ebene entschieden; Die Expertise, auf der diese Entscheidung sich stützt, wird jedoch in Berlin angefertigt, und zwar unter Mitarbeit des

  1. Bundesministeriums für Verbraucherschutz,
  2. Bundesamts für Verbraucherschutz & Lebensmittelsicherheit und
  3. Bundesamts für Risikobewertung (BfR).

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Union (EU) – Käuflich und Bestechlich

Vor allem Bundesamt für Risikobewertung (BfR) ist ausschlaggebend für Bewertung und Zulassung einer Chemikalie. Problematisch an dem Vorgehen ist, dass sowohl Mitarbeiter der deutschen Chemie-Konzerne, welche Glyphosat-haltige Unkrautvernichter herstellen, als Berater in dem Gremium sitzen und die wissenschaftlichen Gutachten von eben erwähnten Konzernen in Auftrag gegeben wurden und daher nicht unabhängig erstellt wurden.

Prof. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesamts für Risikobewertung, teilte im Mai 2015 in einem öffentlichen Statement mit, dass aufgrund von Beschwerden tausende Studien neu geprüft worden seien. Diese Studien entstanden ebenfalls im Auftrag der Herbizid-Hersteller!

In einer kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz zur Mitteilung des Nachprüfungsergebnisses hieß es wörtlich:

Glyphosat ist nicht cancerogen, nicht reproduktionstoxisch oder mutagen.

Unser tägliches Gift gib uns heute…

Das Medizinische Labor Bremen ist eines der wenigen Labore in Deutschland, welches in der lage ist Glyphosat im Blut nachweisen zu können. Der Leiter des Medizinischen Labors Bremen gibt zu, dass Glyphosat zellschädigend auf Menschen wirlkt.

Zahlen zum Nachdenken: Die Bevölkerung ist vergiftet

Von 11 Urinproben der Untersuchung des Bremer Medizin Labors waren 9 Proben Glyphosat-positiv mit Werten zwischen 0,2 und 0,6 Mikrogramm pro Liter. Würde das einmalig vorkommen, dann wäre das nicht weiter schlimm, aber die Bevölkerung ist dem Gift dauerhaft ausgesetzt.

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) nimmt wie folgt zu den Glyphosat-Werten Stellung:

Die Belastung liegt um den Faktor 1.000 unterhalb einer gesundheitlich unbedenklichen Konzentration!

Das Grenzwert-Tuning durch das Bundesamt für Risikobewertung (BfR)

Damit obige Aussage auch risikolos stimmt wurden die Glyphosat-Grenzwerte innerhalb der letzten Jahre wie folgt heraufgesetzt:

  • Für Weizen lag 1999 der Glyphosat-Grenzwert bei 5,0 Milligramm pro Kilogramm; 2014 betrug er 10,0 Milligramm pro Kilogramm.
  • Noch ectremer ist die Grenzwertsteigerung bei Linsen: 2008 waren noch 0,1 Milligramm pro Kilogramm zugelassen; 2014 auch erhöht auf 10,0 Milligramm pro Kilogramm.

Die Stiftung Ökotest hatte vor einigen Jahren festgestellt, dass dreiviertel der getesteten Produkte Glyphosat-positiv seien, darunter Mehle, Zerealien, Nudeln und Haferflocken. Sogar durchgebackene Brote und Brötchen wiesen den Inhaltsstoff Glyphosat auf.

Der BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland e.V. – fordert mehr Kontrollen der Landwirte und deren Sachkenntnis über die verantwortungsbewusste Anwendung der Pestizide. Doch das wäre personalintensiv und derzeit nicht finanzierbar.

Auf Kritiken am Total-Herbizid Glyphosat weist der Hersteller Monsanto weit von sich und verweist auf die unsachgemäße Anwendung der Agronomen weltweit. Gutachten und Studien würden beweisen, dass bei sachgemäßer Anwendung keine Gefahr für Mensch und Tier bestünde. Glyphosat würde lediglich nicht gentechnisch behandelte Pflanzen.

Was jeder Einzelne von uns tun kann

Mischen Sie sich ein und seien Sie kritisch. Protestieren Sie gegen diesen Vergiftungswahnsinn, der nur der Geldbörse des Monsanto-Weltkonzerns und anderen Chemie-Konzernen in über 130 Ländern weltweit nutzt! Jahrelang hatten die Hersteller von DDT und anderen Schädlingsvernichtungsmitteln behauptet, dass sie ungefährlich seien. Wir wurden eines Besseren belehrt!

Fragen Sie sich, warum ein dänischer Schweinezüchter, der tonnenweise missgebildete Ferkel „entsorgen“ muss, sich bei dem Anblick von Missbildungen bei Neugeborenen und Kindern Südamerikas (ohne dort gewesen zu sein) nicht wundert und behauptet, solche Bilder bei seinen Schweinen auch gesehen zu haben.

Wie kommt es, dass die Missbildungsrate der dänischen Ferkel mit der Dosis der Glyphosat-Konzentration im Futtermittel in einem Zusammenhang steht?

Bewegt Politik – Campact! hat viele Hintergrundinformationen zu diesem Thema auf seiner Seite zur Verfügung gestellt. Auch ohne selbst Stellung beziehen zu müssen, also die Petition zu zeichnen, können Sie dort viel wissenswertes erfahren.

Ein Klick gegen das Horror-Pestizid

Petition auf Campact.de unterschreiben »

Campact-Petition Glyphosat muss vom Tisch

Quellen:

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Über den Autor
Nicole HahnHerausgeberin und Redakteurin

wurde 1962 in Hamburg geboren. Sie gründete im Juli 2015 zusammen mit Andreas Hecht die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion.

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2 Kommentare

  1. andreas schrieb :

    Das ist kein US KONZERN! Der Konzern ist nur in den USA gemeldet!
    Es ist ein ISRAELISCHER KONZERN, der mit voller ABSICHT handelt!

    • Andreas Hecht schrieb :

      Hallo!

      Das wäre eine sehr interessante Information, wenn sie sich belegen ließe. Haben Sie weitergehende Informationen?