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International Ständige Provokationen

Michail Gorbatschow warnt vor neuem Weltkrieg

Michail Gorbatschow warnt vor neuem Weltkrieg

Die USA haben gemeinsam mit ihren baltischen und osteuropäischen Partnern die nuklearen und konventionellen Waffen an der Grenze zu Russland ausgebaut. Das stellt somit ein erhöhtes Gefährdungspotential dar. Gerade in einer Zeit des angespannten Verhältnisses des Westens zu Russland ist das ein falsches Signal.

Vor kurzem mischte sich auch Michail Gorbatschow in die Diskussion ein und ergriff das Wort. Er warnt eindringlich vor einem neuen Weltkrieg, der im Zuge der aktuellen Provokationen denkbar sei.

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Gorbatschow ist Befürworter der westlichen Sichtweise

Gorbatschow gilt als Befürworter der westlichen Sichtweise im Ukraine-Konflikt. Er behauptete, dass es keinerlei Versprechen der NATO gab, sich nicht nach Ost-Europa zu erweitern. Doch etliche Dokumente belegen das genaue Gegenteil, daher ist der sich zurzeit anbahnende zweite Kalte Krieg durchaus verständlich. Hintergrund sind die zahlreichen Provokationen militärischer Art, welche zumeist von amerikanischer oder europäischer Seite ausgingen.

Die westlichen Provokationen gegen Russland

Die Ukraine beschloss als Beispiel ein Gesetz, welches die dauerhafte Stationierung ausländischer Atomraketen auf ukrainischen Boden erlaubt. Im Baltikum übten die USA Atombomben-Abwürfe. Fallschirmjäger führten ein Manöver in Lettland mit eindeutigem Bezug in Richtung Russland aus. All dies scheint Teil einer neuen Militär-Strategie zu sein, die sich nun stärker auf Osteuropa spezialisiert. Europa war ein von den amerikanischen Sicherheitskreisen lange vernachlässigter Raum, der nun gegen Russland in Stellung gebracht wird.

Der letzte Staatspräsident der Sowjetunion bezieht nun klare Stellung gegen diese Provokationen und die ähnlichen Erwiderungen Russlands darauf. Gorbatschow wörtlich dazu:

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Wir werden das kommende Jahr nicht überleben, wenn in dieser überhitzten Situation jemand die Nerven verliert. Das sage ich nicht nur so daher, ich mache mir wirklich große Sorgen.

Doch auch die zunehmenden Aufklärungs- und Provokationsflüge von russischer und amerikanischer Seite bereiten dem großen alten Mann Sorge. Weiterhin hieß es:

Eins muss uns allen klar sein. Die NATO ist kein Friedensbündnis und die USA sind nicht unsere Freunde. Sie wollen sich überall einmischen um Kriege zu fördern – vom Irak über Afghanistan bis zur Ukraine.

So Unrecht mag Gorbatschow nicht haben, denn so unschuldig, wie die USA gerne tun, sind sie nicht. Sie haben bereits seit Jahrzehnten Kriege und Scharmützel unterstützt. Zuletzt wurde bekannt, dass die USA den Islamischen Staat höchstwahrscheinlich mit Waffen versorgen.

Bildquelle: © Veni – Flickr: Mikhail Gorbachev. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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