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Merkels Asylaufruf: Jetzt kommen sogar die Westafrikaner

Flüchtlinge aus Westafrika folgen Merkels Asylaufruf. Jetzt kommen wirklich alle

Unsere deutsche Welt wird bunter durch Angela Merkel.

Merkel Asylaufruf „Wir nehmen sie alle“ wirkt sogar bei denen, die bisher gar nicht weg wollten. Fernsehbilder freundlicher Menschen mit Gastgeschenken locken nun auch Westafrikaner zu uns. Die passenden deutschen Visa kann man kaufen.

Merkels Asylpolitik fängt an, Deutschland wirklich zu schaden. Denn die unbedachten und unpassenden Äußerungen der Bundeskanzlerin sorgen nun dafür, dass auch jene zu uns wollen, die bisher gar nicht weg wollten aus ihrem Land. Doch auch die Flüchtlinge, die bisher andere Länder als Zielland auserkoren hatten, fangen nun an umzudenken und Deutschland zu favorisieren.

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Merkels Asylaufruf – nun kommen sie alle zu uns

Als wenn nicht schon ausreichend Flüchtlinge zu uns kämen. Tausende sind es mittlerweile. Und es werden täglich immer mehr werden. Die korrekten Zahlen derer, die in diesem Jahr noch einen Asylantrag stellen werden, sind nicht bekannt, zu viele Unbekannte sind im Spiel.

Die Registrierungsstellen hinken dem Ansturm hinterher und niemand weiß, wie viel Asylsuchende sich illegal in Deutschland aufhalten. Die Illegalen könnten durchaus auch auf der Weiterreise nach Schweden sein, welches auch ein sehr beliebtes Zielland ist. Ebenso wahrscheinlich ist es jedoch, dass auch diese Menschen einen Asylantrag in Deutschland stellen werden.

Die Migranten aus Westafrika – Statt Frankreich nun Deutschland als Ziel?

Vor einigen Monaten hatten die Flüchtlinge aus Westafrika noch Frankreich als bevorzugtes Ziel ihrer Flucht. Doch nach Merkels Asylaufruf steht Deutschland nun ebenso hoch im Kurs. Viele freundliche Bilder im Fernsehen mit einem Begrüßungskomitee, dass fröhlich Geschenke verteilt und Applaus bietet, haben ihr Möglichstes dazu getan.

Diese Bilder vergisst man als Flüchtling nicht. Viele Westafrikaner, die bisher im Land bleiben wollten, überlegen nun auch zu und nach Deutschland zu kommen. Denn unser Land wird als Eldorado dargestellt, als Land der Träume.

Der größte Traum vieler Westafrikaner ist es, nach Europa zu gehen, um der Armut im Lande zu entgehen.

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Die zweite Flüchtlingswelle kommt aus Afrika

Neben den vielen Asylsuchenden aus den westafrikanischen Ländern, die zu uns nach Europa kommen, existiert auch eine zweite Flüchtlingswelle. Diejenigen, die beim ersten Mal scheiterten, abgelehnt wurden.

Auch diese brechen nun wieder auf, weil sie Europa und ganz besonders Deutschland durch den Aufruf Merkels und der Fernsehbilder für ein Eldorado halten.

Die Schicksale der Menschen dieser zweiten Welle gleichen sich. Asylantrag gestellt in Frankreich, Ablehnung des Antrags, illegal im Land untergetaucht und gearbeitet, von der Polizei aufgegriffen und zurück geschickt.

Jeden Tag kämen zwei Malier zurück aus Europa, so Ousmane Diarra von der Organisation für Abgeschobene (AME) in Bamako. Die Organisation beschäftigt sich mit der Integration gescheiterter Flüchtlinge in die Gesellschaft Malis und auch damit, die Menschen von einer erneuten Flucht abzuhalten.

„Jeder hat das Recht, sich frei zu bewegen“, sagt Diarra. „Aber heutzutage ist es unsere Pflicht, vor der illegalen Einreise nach Europa zu warnen.“

Doch genau das ist eine wirklich schwierige Aufgabe, denn die Rückkehrer haben Feuer gefangen für Europa und seine Möglichkeiten der Arbeit. Denn die Arbeitslosenrate in Mali ist sehr hoch, in der Regel 30 Prozent. Regelmäßiges Einkommen kennen nur die Wenigsten. In Mali wird von Tag zu Tag gearbeitet, Tagesjobs sind die Regel.

Weite Teile des afrikanischen Kontinents kennen keine festen Jobs mit regelmäßigem Einkommen ohne ständige Job- und Geldsorgen. Europa ist für diese Menschen die einzige und attraktivste Alternative.

Ohne Reisepass bis vor die Tore Europas

Die Menschen verlassen Mali und andere westafrikanische Länder wegen der wirtschaftlichen, aber auch der politischen Lage. Bürgerkrieg und Boko-Haram tun ihr Übriges, um eine Landflucht auszulösen. Arbeitslosigkeit, Bildungsferne und der Terror der Separatisten in Norden Malis führen direkt zur Flucht, die den Menschen Alternativlos erscheint. Emigration ist Tradition in Westafrika.

Zugute kommt den Flüchtlingen, dass sie aufgrund des ECOWAS-Abkommens westafrikanischer Staaten frei über alle Grenzen reisen und arbeiten dürfen. Pässe und Ausweise hingegen sind bei Westafrikanern kaum bekannt, niemand braucht dort ein Ausweisdokument. Auch die lange und entbehrungsreiche Reise nach Europa schaffen die Westafrikaner völlig ohne Ausweis.

Selbst Algerien gewährt dank eines Sonderabkommens Maliern bevorzugte Behandlung bei der Einreise. Dort angekommen liegt die Hälfte der Reise nach Europa schon hinter den flüchtenden Menschen.

Die Not ist groß, es werden Kredite für die Flucht aufgenommen

Viele Migranten nehmen Kredite für die lange Reise nach Europa auf oder sammeln Geld innerhalb ihrer Familie ein. Sollte derjenige allerdings wieder abgeschoben werden, gilt er in seiner Heimat als Versager. Die Gelder sind ausgegeben und die Not der Familien wird dadurch nur noch größer. Rückkehrer werden als Aussätzige verdammt und wissen nicht, wie sie in das Familienleben zurückkehren können.

Europa jedoch verliert gleich doppelt: Erstens sind die Aufnahmeverfahren, die Bearbeitung und die Rückführung der Migranten mit teurem Geld zu bezahlen, zweitens bringen sich viele westafrikanische Familien in größte finanzielle Not durch die Flucht. Das erzeugt einen immensen Druck, es nach einer Abschiebung nochmals zu versuchen. Grenzen und Zäune können diese Menschen nicht aufhalten.

Visa für Frankreich und Deutschland kann man einfach kaufen

Ein Visum ist die letzte Hürde, die ein Westafrikaner nehmen muss. Doch praktischerweise kann man Visa ganz einfach vor den Botschaften auf dem Schwarzmarkt kaufen. Ein französisches Visum kostet umgerechnet 6.000 Euro. Ein deutsches Visum ist auch kein Problem, allerdings ist es teurer und dauert länger.

Keine Grenze hält sie auf

Kein Westafrikaner lässt sich von den Grenzkontrollen und den Zäunen an den EU-Außengrenzen sonderlich beeindrucken. Sie wissen ganz genau, dass ihre Schlepper immer einen Weg finden, um die Flüchtlinge illegal in die EU einzuschleusen. Alles ist nur eine Frage des Preises und der Geduld. Die Menschen wollen nach Frankreich oder Deutschland und lassen sich nicht aufhalten. Sie werden einen Weg finden.

ToDo: Neue Asylpolitik

Wenn es Deutschland nicht gelingt, eine wirkungsvolle Asylpolitik zu entwickeln und in den unerwünschten Ländern eine wirkungsvolle Abschreckung zu etablieren, werden sich immer mehr Völker auf den Weg nach Deutschland machen und illegal unser Land überschwemmen.

Die EU-Außengrenzen müssen dringend wirkungsvoll abgesperrt werden und es sollten Registrierungsstellen für Asylbewerber direkt an den Außengrenzen eingerichtet werden. Dort kann über eine positive oder negative Aussicht des Antrags entschieden werden. Sollte ein Asylantrag keinerlei positive Aussicht auf Annahme haben, kann hier bereits abgelehnt und abgeschoben werden.

Es müssen dringend verbindliche Aufnahmequoten festgelegt werden, denn unser derzeitiges Asylgesetz sieht keinerlei Deckelung der Aufnahme vor. Noch müssen wir jeden aufnehmen, dessen Antrag Aussicht auf Erfolg verspricht. Doch wir können nun mal nicht jeden aufnehmen, die derzeitigen Flüchtlinge überfordern unsere Kommunen bereits extrem. Auch wächst der Unmut über die ungehemmte Zuwanderung in unserer Gesellschaft bereits bedenklich.

Quelle:

Welt Online

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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