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Neuer Flüchtlingsbrennpunkt: Erste Staus auf der Balkanroute über Slowenien

Seit dem Wochenende hat sich Slowenien als neuer Flüchtlingsbrennpunkt herausgestellt. Da Ungarn seine Grenze zu Kroatien abgeriegelt hat, müssen die Flüchtlinge nun einen neuen Weg suchen und kommen über Slowenien. Dort jedoch bilden sich erste Staus, denn Slowenien lässt pro Tag nur etwa 2.500 Flüchtlinge einreisen. Angedacht ist eine Schließung der Grenzen, wenn nicht genügend Flüchtlinge ausreisen, so Bostjan Sefic, Staatssekretär im Innenministerium.

Den Zustrom zu limitieren sei unbedingt nötig, ansonsten hätte man nach zehn Tagen mindestens 35.000 Migranten in Slowenien, zu viel für das kleine und arme Land. Allerdings geraten durch diese Politik andere Balkan-Staaten wie Kroatien, Serbien und Mazedonien unter Druck, denn diese Länder befürchten einen wachsenden Flüchtlingsrückstau.

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Kroatien hat seine Grenze zu Serbien für Flüchtlinge wieder geöffnet. Daraufhin überquerten Tausende die Grenze, die dort fast zwei Tage festgesessen hatten.

Balkan-Staaten nicht auf Unterbringung von Flüchtlingen vorbereitet

Die Balkan-Länder verstehen sich als reine Durchgangsländer und sind daher nicht auf die Unterbringung Zehntausender Flüchtlinge vorbereitet. Daher schlagen bereits etliche Hilfsorganisationen Alarm, denn auch die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass der Flüchtlingsdruck trotz des nahenden Winters nicht zurückgehen wird.

Daher sehen die Hilfsorganisationen große Probleme in den Flüchtlingsrouten über die Balkan-Staaten, denn dort wird es im Winter empfindlich kalt. Es werden etliche Tote durch die Kälte und die schlechte Vorbereitung der Balkanländer auf den Flüchtlingsstrom erwartet.

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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