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Gesellschaft Umstrittene Gasförderung

Kurz und knackig erklärt: Das ist das hochgefährliche Fracking

Kurz und knackig erklärt: Das ist das hochgefährliche Fracking

Thomas D erklärt kurz und knackig im Video, was Fracking ist.

Thomas D., das Mitglied der Popband „Die Fantastischen Vier“ ist auch Moderator des Magazins „Wissen vor acht“. Kurz und knackig erklärt er uns das umfangreiche Thema Fracking. Wir erfahren die Risiken für Mensch und Tier und erhalten einen Einblick in die gefährliche Fracking-Technik. Zudem bieten wir Ihnen noch einige Hintergrundinformationen.

Thomas D. zeigt uns, dass Fracking hoch riskant ist. Denn bei der Gasförderung durch diese Technik werden toxische Chemikalien genutzt und damit letztendlich Wasser, Umwelt und der Mensch gefährdet. Das Video klärt auch, warum das Gas zur Eindämmung des Klimawandels im Boden bleiben muss.

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Video: Thomas D. erklärt in nur 180 Sekunden Fracking

Doch Fracking ist beileibe kein Thema für nur drei Minuten, denn in diesen drei Minuten bekommt man nur einen kurzen Überblick und erfährt die Eckdaten.

Fracking: Wichtige Infos zum Hintergrund

Wenn es um die Entscheidung geht, ob auch Deutschland das Fracking nutzen sollte, prallen Politik und Lobby aufeinander. Doch das Parlament sollte schon das letzte Wort zum Thema haben, auch wenn sich die Öl- und Gaslobby daran extrem stört. Denn die hätte gerne, das eine nicht demokratisch legitimierte Expertenkommission das letzte Wort hat. Das jedoch wäre eine Entmachtung des Bundestags und damit ein Angriff auf die Demokratie.

Die Fracking-Lobby hält den demokratischen Weg über den Bundestag für ein Investitionshindernis und lässt in einer Pressemitteilung wissen:

Der Parlamentsvorbehalt ist nicht anderes als eine Investitionssperre. – Martin Bachmann, Mitglied des WEG-Vorstands

Aus der Sichtweise der Industrie erscheint es nicht akzeptabel zu sein, wenn der Bundestag sich die Entscheidung über eine mögliche Gasförderung mittels Fracking vorbehält. Die starke Fracking-Lobby jedoch fordert eine Entscheidung durch eine Expertenkommission nach einer Probebohrung. Die Bundesregierung hatte dies genauso im Fracking-Gesetzentwurf vorgesehen. Der Koalitionspartner SPD jedoch fordert einen Parlamentsvorbehalt und besteht auf einer demokratischen Entscheidung.

Fracking

Gasförderung auf einer Ölbohr-Plattform.

Das fragwürdige Demokratieverständnis der Industrie

Bei einem der fragwürdigsten Umweltthemen der letzten Jahre sollen die Abgeordneten keine Entscheidungsbefugnis mehr haben. Das Warum ist ganz klar: Hätte der Bundestag das letzte Wort, könnte er demzufolge auch Bohrungen stoppen. Das ist eine große Gefahr für die Lobby der Öl- und Gasförderer, denn eine Ablehnung einer positiv erscheinenden Bohrung kostet die Lobby Geld. Daher würde die Lobby ihr Vertrauen lieber in demokratisch nicht legitimierte Experten, denn diese ließen sich im Zweifelsfall besser kaufen.

Ebenfalls ist es die einzige Möglichkeit, Schiefergas-Fracking gegen eine ablehnende Mehrheit in der Bevölkerung durchzudrücken. Das hätte dann mit Demokratie nichts mehr zu tun.

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Fracking: Union vs. SPD – der Streit der Koalitionspartner

Eine Expertenkommission gegen den Parlamentsvorbehalt – das ist auch der Streit zwischen der Union, die eine weitere nicht demokratisch legitimierte Entscheidung zugunsten der Wirtschaft treffen möchte und dem Koalitionspartner SPD. Die SPD besteht auf einer demokratischen Entscheidung durch einen Parlamentsvorbehalt und hat kategorisch ausgeschlossen, einer Expertenkommission mit Entscheidungsbefugnis zuzustimmen. Dies sollte man der SPD hoch anrechnen.

Nur das Parlament darf in einer demokratischen Gesellschaft über solch hochpolitische Fragen wie das Fracking entscheiden. Denn es geht nicht nur um Geld, sondern auch um die Gesundheit unserer Bevölkerung und Tierwelt. Ebenfalls geht es um die Eindämmung des Klimawandels, den unsere Welt bereits zu spüren bekommt durch immer stärkere Stürme, Dürreperioden, Waldbrände und so weiter.

Die Entscheidung das Fracking in die Hand einer demokratisch nicht legitimierten Expertenkommission zu legen wäre eine Selbstentmachtung des Bundestags und ein weiterer Schritt in Richtung Autokratie.

Quellen:

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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