Democratic Post

Kritische Texte und kontroverse Meinungen

Glosse Political Correctness

Regierung indiziert zahlreiche Wörter! Bürger verunsichert, Sprachenschützer schlagen Alarm!

Vorsicht beim Sprachgebrauch! Zahlreiche deutsche Wörter ab dem 01.12. indiziert! Bürger verunsichert, Sprachenschützer schlagen Alarm!

Sprache kann teuer werden: Ab dem 01.12. sollten Sie genauer auf Ihre Wortwahl achten! Hintergrund ist die aktuelle Flüchtlingskrise. Bei der LDS (Liga für Deutsche Sprache), dem maßgebenden Regulierungs- und Aufsichtsgremium, erging gestern der Eilbeschluss, die Wörter „Lawine, Schwemme, Obergrenze, Radikalisierung“ vorübergehend in der deutschen Sprache zu suspendieren.

Ab 01.12. werden die Wörter dann auf den Index gesetzt. Die DSL geht damit radikal gegen fremdenfeindliche Töne in der Bevölkerung vor. Eine Geldstrafe droht demjenigen, der mehrfach beim Gebrauch indizierter Wörter erwischt wird.

Anzeige

Verrechnung mit der Verkehrssünderkartei

Die Ahndungs-Logik ist so simpel wie wirkungsvoll: Die indizierten Wörter werden mit unterschiedlichen Punkten – je nach Schwere des Vergehens – geahndet. Wichtig war, so Justizminister Maas, so schnell wie möglich eine pragmatische Lösung zu finden. Die Umsetzung sei gelungen und denkbar einfach: Die sogenannten NCW-Punkte [non compliant word-Punkte, Anmerkung der Red.] werden in der Flensburger Verkehrssünderkartei aufgezeichnet und mit bereits bestehenden Verkehrsverstößen verrechnet. Es drohen Führerscheinentzug, Geldstrafen und – im Extremfall – sogar Gefängnis.

Den richtigen Ton treffen

Dies sei ein wichtiger Schritt im Kampf gegen fremdenfeindliche Tendenzen. Das Volk werde dazu erzogen, von den aktuellen Flüchtlingsbewegungen nur noch „im richtigen Ton“ zu sprechen, hieß es dazu aus dem Innenministerium. Man möchte den mündigen Bürger davor bewahren, sich im Ton zu vergreifen. Am besten sei es jedoch, gar nicht erst über die Problematik der Flüchtlingsströme zu reden, dann könne auch nichts schiefgehen, so der Minister.

Man werde auch weiterhin an wirksamen Maßnahmen arbeiten, um die Integration umfangreich voranzutreiben. Mit der Indizierung sei aber bereits ein wesentlicher Schritt im Kampf gegen den Rechtsdruck in der Bevölkerung gelungen. Sprache sei dabei das weitreichendste Mittel, um gegen den „Irrsinn, der sich in den Köpfen der Menschen abzeichnet“ anzugehen. Eine kritische oder sogar ablehnende Haltung gegenüber der Flüchtlingskrise sei nicht länger hinzunehmen.

Anzeige

Weitere Maßnahmen geplant

Ergänzt werde die aktuelle Maßnahme in naher Zukunft durch eine umfangreiche Plakatkampagne – man plane, Merkel im Gewichtsheberanzug mit erhobenen Händen, dazwischen die Langhantel, siegessicherem Blick und dem Slogan „Wir schaffen das“ an jedem Rathaus Deutschlands aufzustellen. Dies sei ein symbolischer Akt und ein weiterer Schritt in der Umsetzung der viel gepriesenen Willkommenskultur.

Die Plakataktion werde von einem überregionalen Wettbewerb begleitet, angelehnt an das vielversprechende Format einer Castingsendung. Bei „Deutschland sucht den Super-Teddybärverschenker“ werde die Stimmung überkochen, so der Kanzleramtsminister. Man zähle dabei auf die umfangreiche Beteiligung der Bürger.

Anzeige

Democratic Post unterstützen

Wenn Ihnen unser Artikel gefallen hat: Bitte unterstützen Sie diese Form des Journalismus.

Bitte wählen Sie:
Über den Autor
Marc-Herbert de la Rue

schreibt für sein Leben gern satirische Texte. Die Democratic Post profitiert davon.

Druckversion
Webseite ausdrucken

Sorry, die Kommentare sind geschlossen.