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Meinung Deutschland unter rechter Regierung

Rechts wählen wegen Asylkrise: DAS würde aus Deutschland werden. Wollen Sie das wirklich?

Rechts wählen wegen Flüchtlingskrise: So radikal ändert sich Deutschland. Wollen Sie das wirklich?

Wenn Sie Rechtsradikal wählen, ist dies wieder ein täglicher Anblick.

Ein großer Teil der Deutschen hat Angst vor den Massen an Muslimen, die ins Land strömen. PEGIDA und AfD erhalten einen großen Zuspruch. Doch wie würde sich Deutschland unter einer rechten Regierung ändern, wenn aus Protest nun Rechtsradikal gewählt würde? Würden einfach nur die Muslime abgeschoben werden, oder gäbe es tiefgreifende Änderungen in unserem Land? Wir wagen einen Ausblick.

Die Kriminalitätsrate steigt an, Massenschlägereien unter den Flüchtlingen sind Standard. Wir haben bereits über beide Themen berichtet.

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Die Vorgeschichte zu diesem Artikel:

Die Flüchtlingsdebatte: Familiennachzug soll beibehalten werden

Im Angesicht einer nicht vorhandenen Asylpolitik von Bundeskanzlerin Merkel ist es nur zu verständlich, dass viele Bürger Angst, Unwohlsein und echte Verunsicherung angesichts der Menschenmassen spüren, die in unser Land gelotst werden. Die offiziellen Zahlen sprechen von einer Million Flüchtlinge allein in diesem Jahr. Hierzu kommt noch der Familiennachzug.

Der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, Peter Altmaier (CDU), will den Familiennachzug unangetastet lassen. Dieser ist geregelt im »Aufenthaltsgesetz (AufenthG) – Abschnitt 6«.

Wie auch schon nach dem Ausländergesetz können grundsätzlich nur Ehegatten und minderjährige Kinder nachziehen. Da circa 80 Prozent allein reisende junge Männer zu uns kommen, müssen wir noch mit einem erheblichen Familiennachzug rechnen. Von einem Ehegatten und zwei Kindern ausgehend, kommen also nicht eine Million Flüchtlinge zu uns, sondern vier Millionen. So sieht die Wahrheit aus!

Der Familiennachzug macht aus einer Million Flüchtlingen in 2015 glatte vier Millionen. Klick um zu Tweeten
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So viel Asylbewerber kommen wirklich zu uns

Die Massenzuwanderung von Flüchtlingen im Jahr 2015

Eine Flut von Menschen ergießt sich in unserer Land.

Das sich die Menschen angesichts dieser Zahlen fragen, wie die Zukunft aussehen soll, ist nur zu verständlich. Denn selbst wenn sich die Politik auf eine Obergrenze oder ein Kontingent für die Zukunft einigt, bringt dieses Kontingent immer noch zu viel Menschen ins Land. Es wird über ein Kontingent von 400.000 Flüchtlingen pro Jahr diskutiert. Doch das wären mit Familiennachzug immerhin 1,6 Millionen Muslime – pro Jahr! Nach einer Einschätzung privater Organisationen leben bereits um vier Millionen Muslime unter uns.

Dazu kommt die eine Million Flüchtlinge in diesem Jahr und der erwähnte Familiennachzug von circa drei Millionen Menschen. Das bedeutet allein im kommenden Jahr eine Steigerung von über 100 Prozent in nur einem Jahr (eine Million Flüchtlinge + drei Millionen Familiennachzug + 400.000 Flüchtlinge im nächsten Jahr + Familiennachzug). In Zahlen ausgeschrieben bedeutet das im Jahr 2016 mindestens 9,6 Millionen Menschen islamischen Hintergrunds.

Diese Zahlen sind selbst für optimistische Menschen heftig groß. Wie sollen so viele Muslime in eine für sie völlig fremdartige Gesellschaft integriert werden? Warum sollte es gerade in diesem Fall funktionieren, bisher haben wir bei der Integration des Islam in Deutschland ja auch versagt? Überfremdung ist demnach keine abwegige Fiktion mehr, sondern wird langsam zu einer Realität, wenn es keine gravierenden Änderungen in der Asylpolitik der großen Koalition gibt.

So radikal ändert sich Deutschland, wenn Sie aus Protest rechts wählen

Wenn der überwiegende Teil der Menschen bei der nächsten Bundestagswahl eine rechtsradikale Partei wie die Alternative für Deutschland (AfD) wählt oder eine andere bekannte rechte Partei wie die NPD, und diese dann an die Macht kommt und den Bundeskanzler stellen kann, dann wird sich Deutschland radikal ändern. Nichts wäre mehr so, wie wir es kennen und schätzen. Vielleicht sind sich viele Menschen nicht bewusst, was dann genau geschehen würde, deshalb hier ein kleiner Ausblick:

1

Der Islam in Deutschland würde brutal bekämpft werden

Bereits heute geschehen fast täglich Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte. Die würden in einer rechtsradikalen deutschen Welt wohl organisiert ablaufen und sich erheblich häufen. Tote würden nicht nur in Kauf genommen, sie wären wohl politisch erwünscht. Anschläge des Islamischen Staats wären dann natürlich nicht mehr möglich. Jeder Muslim wäre dann der Staatsfeind Nummer eins.

Der Islam in Deutschland würde radikal bekämpft werden. Das Islam-Problem würde sich schnellstens lösen. Wir können nur spekulieren über die »Art der Lösung«, doch es wird keine politische sein. Wollen Sie das wirklich?

2

Meinungsfreiheit würde abgeschafft werden

Eine Meinungsfreiheit, wie wir sie unter unserer parlamentarischen Demokratie kennen und schätzen, wird es in einem rechtsradikal regierten Deutschland nicht mehr geben. Als Beispiel für die Änderungen kann unsere eigene Geschichte herhalten, und natürlich auch die Entwicklung in Ungarn. Bürgerproteste wie die PEGIDA-Bewegung würden sofort unterdrückt werden, der einzelne Bürger dürfte seine eigenen Gedanken nicht mehr äußern, wenn diese nicht der von der Partei verordneten Richtung entspräche.

3

Pressefreiheit? Dann existiert nur noch eine »Lügenpresse«

Die Massenbewegung PEGIDA bezeichnet bereits heute jedes Presse-Medium als Lügenpresse. Natürlich trifft die Bezeichnung nicht zu, denn es gibt durchaus noch Medien, die neutral und ohne Hintergedanken über das Phänomen PEGIDA und den Zulauf der AfD berichten möchte. Jeden Montag versuchen Journalisten über die Bürgerbewegung zu berichten, jeden Montag erfahren Journalisten Gewalt, wenn sie als Presseorgan erkannt werden. Eine objektive Berichterstattung scheint nicht mehr möglich.

In einem rechtsradikal regierten Deutschland würde, jedoch genau wie in Ungarn nur noch das berichtet, was die Partei freigeben würde. Eine Lügenpresse wäre dann Realität, denn es gäbe keine Alternative mehr. Kein Presse-Organ könnte den Menschen die Wahrheit hinter einem Sachverhalt präsentieren. Die Regierung entscheidet dann, was die Wahrheit ist.

4

Zuerst die Muslime, dann die Juden?

Die Muslime würden zuerst mit aller Macht bekämpft werden. Wenn dieses Problem – wie auch immer – gelöst wäre, wem würde man sich dann zuwenden? Welche Bevölkerungsminderheit müsste dann den jahrelang aufgestauten Hass ertragen? Müssten Juden wieder Angst um ihr Leben haben? Würde es einen weiteren Exodus der Juden geben müssen, damit sie in Frieden und Freiheit leben können? Antisemitismus ist leider immer noch ein Thema in Deutschland, wenn wohl zurzeit auch kein großes.

Adolf Hitler ist militärisch geschlagen worden und lange tot. Doch sein unmenschliches, radikales und krankes Gedankengut lebt in der Welt weiter und vergiftet viele Millionen Menschen weltweit.

5

Die totale Überwachung der gesamten Bevölkerung

Stasi war gestern. Die heutigen Möglichkeiten bieten einem rechtsradikalen Regime bedeutend bessere und effektivere Arten, um die gesamte Bevölkerung zu überwachen. Die Vorratsdatenspeicherung würde bedeutend ausgeweitet werden, jeder einzelne Bürger würde zu einem potenziellen Bedrohungsziel erklärt werden. Dagegen wäre die BND-Affäre kalter Kaffee und George Orwells 1984 wäre eine lebenswerte Gesellschaft.

6

Menschen denunzieren sich wieder gegenseitig

Genau wie im Dritten Reich und unter dem Regime der DDR würden sich die Menschen wieder gegenseitig denunzieren. Jeder Mensch, der nicht der Norm entspricht, würde an die zeitgenössische Stasi oder Gestapo gemeldet werden. Menschen würden wieder abtransportiert und aufgrund anderer Meinungen und Gedanken inhaftiert und gefoltert werden. Man könnte niemandem mehr vertrauen.

7

Das Internet wäre zensiert wie in China

Ein freies Internet gäbe es nicht mehr. Niemand würde an freie, wahre und zutreffende Informationen gelangen können. Nur die von der Regierung genehmigten Inhalte könnten noch abgerufen werden. Damit wäre das Internet praktisch nutzlos. Soziale Medien wie Facebook, Twitter und Google+ müssten zuerst daran glauben, sie wären nicht mehr zugänglich für die deutsche Bevölkerung.

Fazit und Zusammenfassung – Protest wählen, aber richtig!

Die Bundesregierung unter Angela Merkel muss bei der nächsten Bundestagswahl schmerzlich zu spüren bekommen, dass sie am Volk vorbei regiert. Über die Hälfte der deutschen Bürger sind mit der Asylpolitik Merkels nicht mehr einverstanden, der Rest fängt auch bereits an, sich die eine oder andere Frage zu stellen. Wie soll es weitergehen? Wer präsentiert endlich einen Plan, der in sich stimmig ist und das Problem löst?

Immer noch: Refugees welcome! Wir sollten unsere Willkommenskultur nicht ändern und weiter Flüchtlinge aufnehmen. Allerdings nur mit einer Obergrenze und einem sinnvollen Plan in der Hinterhand. Denn so wie es ist, schaffen wir es nicht! Das merkte schon Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) an und er hat Recht damit.

Eine Protestwahl ist durchaus eine gute Lösung, es wäre schön, wenn eine andere Partei zeigen dürfte, dass sie die aktuellen Probleme in Deutschland lösen könnte. Es bieten sich für eine Protestwahl zum Beispiel die FDP, die Piratenpartei, die Linke und die Grünen an. Jede dieser Parteien könnte Deutschland womöglich besser regieren als die große Koalition. Vor allen würde jede dieser Parteien unser Land demokratisch und freiheitlich regieren.
Bitte überlegen Sie vor der Abgabe eines Stimmzettels stets, in welcher Gesellschaft Sie wirklich leben möchten. Wir bevorzugen die freiheitlich demokratische Ordnung, wie wir sie kennen.

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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2 Kommentare

  1. Ulli Bond schrieb :

    Meine Empfehlung: Ein Vortrag von Achille Demagbo – Afrikaner und AfD-Mitglied, gehalten am 14.12.2015: AFD Kiel: Vortrag „Wege aus der Asyl- und Flüchtlingskrise“
    https://www.youtube.com/watch?v=vPdOLLO_fBU&feature=youtu.be

  2. Ulli Bond schrieb :

    Der Begriff Lügenpresse trifft es nicht ganz. Der Begriff Propagandapresse schon eher. Es gibt in der CDU mit Sicherheit mehr Mitglieder mit rechter Gesinnung als in der AfD. Weil die AfD von Anfang an Aufnahmestopp für ehemalige NPD-Mitglieder hat, wohingegen dies bei der CDU nicht der Fall ist. Die AfD ist für Wähler der Linkspartei ebenso interessant wie für ehemalige CDU-Wähler oder auch SPDler.