Democratic Post

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Glosse Satire zur Lage der CDU

Genialer Coup der Volkspartei: CDU geht mit zwei Tochterparteien in die kommende Bundestagswahl!

Merkel am Ende. Der Rückhalt in der eigenen Partei schwindet beständig.

[Satire] – CDU-Parteifunktionäre sind seit Wochen beunruhigt: Laut inoffiziellen Umfragen verzeichnete ihre Partei in kürzester Zeit einen geradezu erdrutschartigen Rückgang in der Wählergunst, ein „Bodenkontakt sei noch nicht in Sicht“, so Dr. Werner Demuth, Leiter der CDU-Meinungsforschungsabteilung.

Kaum jemand traut der Volkspartei vor dem Hintergrund ihrer hingebungsvollen Zuschauermentalität in der Flüchtlingskrise generell noch einen aktiven Part im politischen Geschehen zu. Selbst Jugendliche fragen bereits ihre Eltern danach, was denn der eigentliche Sinn hinter einer Regierung sei und ob man mit Abwarten und Nichtstun sehr viel Geld verdienen könne.

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Ursachensuche ist schnell erledigt

Zahlreiche Parteimitglieder sehen die Hauptursache für den Mangel an Vertrauen in die führende Volkspartei im Auftreten der Regierungschefin. Es sei schon faszinierend, mit welcher Inbrunst sie ihr „Wir schaffen das!“ skandiere, ohne dabei die Reihenfolge der Wörter durcheinanderzubringen; darüber hinaus gehende Aussagen seien bedauerlicherweise ziemlich „übersichtlich“. Das Volk fühle sich angesichts der Entwicklungen der vergangenen Monate leicht unterinformiert, so Demuth.

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Die Rettung naht!

Doch Abhilfe naht! Der CDU-Chefstratege Dr. Stefan Alban hat einen erfolgsversprechenden Ausweg für die Partei ausgemacht: Man werde bei der nächsten Wahl mit zwei Tochterparteien an den Start gehen – die eine Variante repräsentiere die klassische „CDU“, so wie wir sie Alle noch vor knapp 6 Monaten kannten – nicht besonders innovativ, dafür aber konservativ-traditionsbewusst und in ihren politischen Aussagen verlässlich. Diese Variante bezeichne man als „CDU-M“ – CDU minus Merkel, das könne man sich auch gut einprägen. Die andere Variante firmiere nach wie vor unter der bislang geläufigen Bezeichnung CDU und stehe für das parteipolitische Programm mit Kanzlerin – gedacht für all jene, die der Partei auch trotz ihres planlosen Kurses aus purer Loyalität noch die Stange hielten. Für die Bundestagswahl 2017 sei angedacht, dem Wähler gegenüber mit beiden Varianten aufzutreten. Das entspreche einer Art Einkaufserlebnis – im Laden gäbe es ja auch Joghurt mit oder ohne Geschmacksrichtung.

Geniestreich in der deutschen Politik

Beim Bundesamt für Wahlangelegenheiten laufe derzeit der Antrag auf summarische Zusammenfassung der Stimmen beider Tochterparteien nach der Wahl. Dies sei – sollte das Konzept umgesetzt werden – ein „Geniestreich“ in der deutschen Politik, so Dr. Stefan Alban. Man könne somit die „plurale Meinung der Gesellschaft abbilden“ und trage gleichzeitig der Kritik zahlreicher Stammwähler ausreichend Rechnung. Auf diese Weise könne man die Menschen dort abholen, wo sie stehen und später als Regierungspartei nach wie vor das Beste für Deutschland geben. Es gehe darum, in der heutigen Zeit Problemen mit innovativen Lösungen zu begegnen, da sei mehr als der reine Sachverstand gefragt. Die CDU werde dies einmal mehr mit dem vorliegenden Konzept unter Beweis stellen, so der CDU-Chefstratege.

Bildquelle Merkel

© By Olaf Kosinsky – CC BY-SA 3.0 de

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Über den Autor
Marc-Herbert de la Rue

schreibt für sein Leben gern satirische Texte. Die Democratic Post profitiert davon.

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