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Glosse TTIP-Satire

Nur recht und billig: Gabriel stellt sich selbst auch unter Beobachtung des Verfassungsschutzes

Sigmar Gabriel

[Satire] – Gabriel hat endlich ein Einsehen mit seinen Kritikern in Sachen TTIP. Dem ihm innewohnenden Gerechtigkeitssinn und seiner zutiefst demokratischen Überzeugung folgend, könne er nicht umhin, sich ebenfalls unter Beobachtung des Verfassungsschutzes zu stellen, so Gabriel anlässlich einer eilends einberufenen Pressekonferenz.

Gleichheit vor dem Gesetz – das gilt auch für TTIP

Der AfD hatte er vergangene Woche bescheinigt, dass sie von Grund auf undemokratisch sei und daraufhin vorgeschlagen, die Neo-Partei unter Beobachtung zu stellen. Er könne zugleich nicht von der Hand weisen, dass TTIP ein zutiefst undemokratisches Unterfangen sei, insofern ist der Schritt hin zu seiner eigenen Beobachtung als unumwundener Befürworter von TTIP nur konsequent. Als Wirtschaftsminister könne er für nichts garantieren und schon gar nicht dafür, dass er sich öffentlich gegen TTIP ausspreche. Er habe die ganze Heimlichtuerei schon länger satt, so Gabriel zu einem Vertrauten.

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Positives Feedback aus mehreren Lagern

Bei den Parteigenossen wurde dieser Schritt sehr positiv aufgenommen. Endlich zeige Gabriel Profil, zahlreiche seiner Kampfgefährten warten bereits seit mehreren Monaten, einige sogar seit Jahrzehnten auf ein klares Statement. So stelle man sich eine wahre Kämpfernatur vor, äußerten sich gleich mehrere Genossen im unmittelbaren Umfeld Gabriels.

Der Gleichstellungsbeauftragte der Regierung wertet diesen Schritt als richtungsweisend; nur so sei letztlich Demokratie in den Wirren unserer Zeit zu wahren. Man brauche mehr politische Zeichen mit derselben Entschlossenheit.

Bevölkerung honoriert Schritt in Wahlumfragen

Ein renommiertes Meinungsforschungsinstitut hatte wenige Minuten nach Bekanntgabe von Gabriels Entscheidung eine Umfrage gestartet. Das Ergebnis spricht für sich: Die Entscheidung Gabriels habe der SPD 1,5%-Punkte gebracht. Gabriel war die Freude darüber sichtlich anzusehen.

Bildquelle Beitragsbild:

© SPD in Niedersachsen – CC BY 2.0

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Über den Autor
Marc-Herbert de la Rue

schreibt für sein Leben gern satirische Texte. Die Democratic Post profitiert davon.

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