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Europa Gelebte Gleichberechtigung

Richtig so: Norwegen bringt Flüchtlingen Respekt gegenüber Frauen bei

Richtig so: Norwegen bringt Flüchtlingen Respekt gegenüber Frauen bei

Das schöne Norwegen bringt seinen muslimischen Einwanderern Respekt gegenüber Frauen bei.

In Deutschland herrscht allgemeine Tatenlosigkeit nach den sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen in der Silvesternacht. Immer noch existiert kein Plan, wie man mit den Flüchtlingen umgehen soll, deren Frauenbild sich noch in der Antike befindet. Doch während wir von unserer Ratlosigkeit wie gefesselt sind, handeln andere Staaten bereits und gehen das Problem aktiv an.

Bereits seit dem Jahr 2013 werden muslimische Migranten in Norwegen durch Pädagogen im richtigen Umgang mit Frauen geschult.

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Norwegen unterrichtet die muslimischen Zuwanderer

Unsere Probleme in der Silvesternacht hatte Norwegen bereits sehr viel früher. Bereits zwischen 2009 und 2011 gab es dort eine Serie von Vergewaltigungen, unter anderem in der Stadt Stavanger. Allerdings herrscht in Norwegen keine Kultur des Wegschauens, dort wurde die Herkunft der Täter eindeutig durch die Polizei benannt. In Deutschland allerdings wird auf Anweisung des Bundesministerium des Innern die Kriminalstatistik der Flüchtlinge heftig »geschönt«, sodass die wahre Herkunft der Täter verschleiert wird.

In Norwegen allerdings wurde genau statistisch erfasst, aus welchen Herkunftsländern die Täter kamen. 17 von 20 verurteilten Täter waren demzufolge junge Asylbewerber aus muslimischen Ländern. Gerade in den islamisch geprägten Ländern herrscht oftmals ein Frauenbild, dass noch aus der Antike stammt und sich mit unserer modernen Gesellschaft keineswegs vereinbaren lässt.

Die allgemein gängige Überzeugung dieser Männer ist die folgende: ehrbare Frauen tragen ein Kopftuch, alle anderen sind Schlampen und dürfen missbraucht werden.

Pflichtkurse für Muslime in Norwegen: Respekt und Gleichberechtigung

Mitarbeiter einer privaten Betreibergesellschaft von Asylbewerberheimen hatten im Anschluss an die Vorkommnisse in Norwegen die Idee zu speziellen Integrationskursen für muslimische Zuwanderer. In den Kursen bringt man den Asylbewerbern norwegische Werte, wie Respekt gegenüber Frauen bei. Ebenfalls wird dringend darauf hingewiesen, dass in Norwegen Gleichberechtigung zwischen Männer und Frauen herrscht, und das man diese Sichtweise auch von den Zuwanderern erwartet. Inzwischen sind die Kurse sogar Pflicht für die anerkannten Asylbewerber im Alter zwischen 16 und 55 Jahren.

Die Kurse laufen in einer Art Gesprächskreis ab, in der die muslimischen Männer eher wie Zeugen, jedoch nicht wie potenzielle Täter behandelt werden. Damit wird verhindert, dass sich die Männer von Anfang an gegen den Kurs „sperren“. Der Sprecher der Initiative, Andreas Capjon, erklärt, warum die Kurse funktionieren:

So schaffen wir es, dass sie über ihre eigenen Ansichten nachdenken und wir ihnen Respekt vor unseren beibringen. Sie müssen ihre ja nicht grundlegend verändern. Aber sie müssen wissen, was Zeichen und Hinweise bedeuten, die norwegische Frauen geben – oder eben nicht geben!

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Das Programm erreicht nur anerkannte Flüchtlinge

In der Stadt Stavanger haben diese Kurse einen durchschlagenden Erfolg gehabt. Jedoch gibt es auch Kritik an der Initiative, denn die Kurse erreichen nur anerkannte Flüchtlinge. Der weitaus größere Teil der Zuwanderer wird nicht erreicht, da diese noch nicht den Status „anerkannt“ besitzen und bleiben dürfen. Daher ist der Effekt Norwegenweit noch nicht wirklich messbar. Ebenfalls wird die Kritik geäußert, dass das Problem nicht grundsätzlich gelöst werden könne, solange junge Asylbewerber in problematischen sozialen Strukturen leben, also in größeren isolierten Gruppen und oft dazu in Arbeitslosigkeit, Armut und ohne ordentliche Wohnung.

Dänemark, Belgien und die Schweiz wollen nachziehen

Auch andere Länder denken eingehend über Pflichtkurse für muslimische Asylbewerber nach. Laut dem verantwortlichen belgischen Staatssekretär Theo Francken wolle man ähnliche Ereignisse in Belgien unbedingt verhindern. Die dänische Volkspartei will zusammen mit den Sozialdemokraten ebenfalls ein Konzept mit Sex-Themen und obligatorischem Sprachkurs schnüren. »Wenn es in Norwegen funktioniert, dann wollen wir das auch machen«, so der Sprecher der Volkspartei, Peter Skaarup. In der Schweiz soll zum verpflichtenden „Sensibilisierungmodul“ auch der korrekte Umgang mit Frauen integriert werden. Dafür will sich jetzt die Basler SP-Nationalrätin Silvia Schenker einsetzen.

Natürlich werden solche Kurse das Problem nicht sofort lösen. Doch sie sind ein Anfang, ein vielversprechender erster Schritt.

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Klarstellung

Die Democratic Post ist eine Debattenplattform für kontroverse Perspektiven aus demokratischer Sichtweise. Wir positionieren uns eindeutig gegen Rechts und gegen den Hass auf Flüchtlinge. Wir fordern mehr Toleranz und politische Lösungen für die wichtigen Probleme unserer Zeit.

Das Video zum Thema:

Kein Respekt gegenüber, mehr Gewalt gegen Polizisten: Das beklagt Tania Kambouri in ihrem Buch „Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin“. Vor allem Migranten setzten ihrem Berufsstand zu. Doch Strafen drohten kaum, sagte die Beamtin mit griechischen Wurzeln im DLF. Rückhalt bei Politik und Justiz fehlten mittlerweile.

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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