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Gesundheit Neuzulassung durch EU verhindern

Ackergift Glyphosat: 60 Prozent der Deutschen sind bereits vergiftet

Glyphosat

Bis zu 60 Prozent der Deutschen haben Glyphosat-Rückstände im Urin, und immer mehr Experten stufen das Ackergift Glyphosat als krebserregend ein. Trotzdem soll es nun im Handstreich von der Europäischen Kommission zugelassen werden. Sie will den Herstellern Monsanto, Bayer und Syngenta sogar ein besonderes Geschenk machen: Eine Zulassung für 15 Jahre statt der beantragten zehn Jahre.

Schon am 7. März soll die Entscheidung fallen. Dabei hätte die Kommission Zeit bis Ende Juni, um alle Informationen sorgfältig auszuwerten. Doch daran besteht allem Anschein nach kein Interesse. Uns liegt der interne Entwurf der Entscheidung vor: Die Zulassung soll Glyphosat nicht nur als Wildkrautvernichter erlauben, sondern auch zur Erntevorbereitung für das fast reifes Getreide.

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Erhebliche Gesundheitsgefahr durch Glyphosat

Immer mehr Forscherinnen und Forscher wenden sich an die Europäische Kommission und weisen auf die erheblichen Gefahren hin. Glyphosat wird schon seit den Siebzigern in stark wachsender Menge auf Äcker und Pflanzen ausgebracht. Unabhängige, öffentlich zugängliche Forschungsergebnisse machen klar: Wir müssen von einer Krebsgefahr ausgehen.

Die Forschungen, auf die sich die Kommission bei ihrer anstehenden Entscheidung stützt, sind weder unabhängig noch öffentlich einsehbar. Es sind Studien, die von den Herstellern in Auftrag gegeben wurden und die diese unter Verschluss halten. Sie begründen die Geheimhaltung damit, dass sich eine Veröffentlichung schädigend auf ihre Geschäfte auswirken würde.

Ackerpflügen schafft vergleichbare Ergebnisse

Bis zu 60 Prozent der Deutschen haben Glyphosat-Rückstände im Urin. Rückstände eines Pflanzenkillers, den die Weltgesundheitsorganisation als „krebserregend“ einstuft. Ziehen wir nun noch die aktuelle Studie des bundeseigenen Julius-Kühn-Instituts (JKI) hinzu, offenbart sich der ganze Abgrund zwischen Verbraucherschutz und agroindustriellen Interessen: Glyphosat ist nicht nur gefährlich – es ist verzichtbar! Denn Ackerpflügen hilft in der Landwirtschaft oftmals ebenso, so die Studie. Und es ist kaum teurer.

Petition gegen Glyphosat zeichnen

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Haben Sie unsere Petition schon unterzeichnet? Der 7. März, der (vorgezogene) Tag, an dem die EU-Staaten über die mindestens nächsten 10 Jahre Glyphosat auf unseren Äckern, auf unseren Tellern und in unseren Körpern entscheiden, rückt näher.

Petition gegen Glyphosat unterzeichnen »

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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