Democratic Post

Kritische Texte und kontroverse Meinungen

Petitionen Drei Religionen, ein Haus

House of One: Drei Religionen gegen Terror und Gewalt

Wir sind aufgewühlt, schockiert und traurig: Mindestens 31 Menschen wurden am Dienstag bei den Anschlägen in Brüssel getötet, mehr als 270 Menschen verletzt. Wir gedenken der Opfer, ihrer Familien und ihrer Freunde. Das Gewaltverbrechen der Attentäter ist nicht nur eine Tragödie für Brüssel, es trifft uns alle – und es trifft das Herz von Europa. Die vorbildliche Initiative »House of One« ruft zum Dialog auf und positioniert sich gegen den Terror.

Das House of One – drei Religionen unter einem Dach

Der Rabbiner Andreas Nachama, der Imam Kadir Sanci und der Pfarrer Gregor Hohberg vom Berliner Projekt „House of One“ gehören zu den Menschen, die der Angst und der Hilflosigkeit entgegentreten. Ihre Botschaft lautet: Dialog statt Gewalt. Mit einem Aufruf, den sie auf der Petitionsplattform WeAct gestartet haben, wenden sie sich gegen den Hass – über alle Religionen und Grenzen hinweg.

Anzeige

Wir gedenken der Opfer der schrecklichen Terroranschläge von Brüssel. Unser Platz ist an der Seite der Opfer in ihrem unfassbaren Leid – bei den Toten und Verletzten und allen, die um sie und mit ihnen trauern, in Brüssel und in der ganzen Welt.

Brüssel, Ankara, Abidjan oder Paris – es macht sprachlos, dass Terroristen in die Mitte der Gesellschaft eindringen, um Menschen im Namen einer Ideologie, die die Religion zur Unkenntlichkeit entstellt, zu ermorden.

Doch wir wollen und dürfen nicht sprachlos bleiben. Terror darf nicht das letzte Wort haben. Wir setzen dem Terror deshalb ein Zeichen des Friedens und der Verständigung zwischen den Menschen entgegen.

Anzeige

Das House of One Projekt – darum geht es

Das „House of One“ ist ein Projekt im Herzen Berlins. Juden, Christen und Muslime bauen gemeinsam unter einem Dach eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee. Damit schaffen sie einen lebendigen Ort für den Dialog zwischen den Religionen – und eingeladen sind auch die, die den Religionen fern stehen. Das zeigt: Ein friedliches Miteinander in Respekt und Toleranz ist möglich.

Die drei Geistlichen des Projekts mit den Steinen, die man spenden kann.

Die drei Geistlichen des Projekts mit den Steinen, die man spenden kann.

Die Arbeit des Rabbiners, des Imams und des Pfarrers ist für uns ein großartiges Beispiel, wie dem Terror und der anschließenden Angstmache begegnet werden kann: durch Zusammenhalt. Daher unterstützen Campact und die Democratic Post den Aufruf der drei Geistlichen.

Gemeinsam mit allen friedliebenden Menschen fordern wir: Unterzeichnen Sie diesen Aufruf und setzen Sie damit ein Zeichen für Frieden und Dialog – gegen Terror und Gewalt – gegen die Vorverurteilung und Instrumentalisierung der Religionen.

Petition gegen Terror und Gewalt auf Campact.de unterzeichnen »

Links zum Beitrag

Anzeige

Democratic Post unterstützen

Wenn Ihnen unser Artikel gefallen hat: Bitte unterstützen Sie diese Form des Journalismus.

Bitte wählen Sie:
Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

Sie möchten für uns schreiben? Gern!

Die Democratic Post ist eine Debattenplattform für alle - auch kontroversen - Perspektiven aus demokratischer Sichtweise. Sollten Sie eine Beitragsidee zu politischen oder gesellschaftlichen Themen haben, schicken Sie den Artikel bitte an unsere Redaktion unter redaktion (at) democraticpost.de.

Druckversion
Webseite ausdrucken

Sorry, die Kommentare sind geschlossen.