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International Massenumverteilung

Flüchtlinge aktuell: Die Vereinten Nationen wollen 2 Millionen jährlich umsiedeln

Flüchtlinge aktuell: UN will 2 Millionen jährlich umsiedeln

Flüchtlinge in einem Camp nahe der ungarisch-serbischen Grenze.

Flüchtlinge aktuell: Die Vereinten Nationen forderten eine Umsiedelung von mehreren Millionen Flüchtlingen pro Jahr. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ließ verlauten, dass jährlich mindestens zehn Prozent aller Flüchtlinge umgesiedelt werden sollen. Das entspräche ungefähr zwei Millionen Menschen pro Jahr. Es sollen hierbei die Länder entlastet werden, die derzeit besonders viele Flüchtlinge aufgenommen haben.

Flüchtlinge aktuell: Der globale Pakt der Verantwortung

Wenn dieser »Globale Pakt zur Teilung der Verantwortung« genannte Plan umgesetzt werden würde, müssten demzufolge zwei Millionen Menschen umgesiedelt werden. Die Anzahl der jährlichen Flüchtlingsmasse wird hierbei auf 19,6 Millionen beziffert. Auf der Flucht sind jedoch circa 60 Millionen Menschen.

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Nach Angaben von N-TV sagte der UN-Generalsekretär hierzu:

»Mit einer ausgewogenen Verantwortungsaufteilung würde es keine Probleme für die Gastländer geben.Wir können es uns leisten, zu helfen, wir wissen, was zu tun ist, aber zu oft stehen Gleichgültigkeit und Fremdenfeindlichkeit im Weg.« – UN-Generalsekretär Ban Ki Moon

Der globale Pakt der Verantwortung soll im September genehmigt werden

Der globale Pakt der Verantwortung und Umverteilung soll auf einem Gipfel am 19. September diskutiert werden. Im Anschluss daran soll eine Konferenz stattfinden, bei der die einzelnen Länder Zusagen über die Anzahl der Flüchtlinge machen sollen, die sie bereit sind aufzunehmen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International lobte den Vorstoß der UN ausdrücklich. Vizedirektor Sherif Elsayed-Ali äußerte hierzu:

»Er könnte die Wende bringen. Wenn vorher feststehe, wie die Flüchtlinge verteilt werden, könne es die Krise entschärfen, bevor sie akut wird«

Mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge weltweit soll sich in den Ländern Türkei, Pakistan, Libanon, Iran, Äthiopien, Jordanien, Kenia und Uganda aufhalten.

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Kann der Vorstoß der Vereinten Nationen gelingen?

Einen solchen Pakt durchzusetzen wird schwierig werden. Bereits heute haben sich viele Länder dazu entschieden, keine Flüchtlinge aufzunehmen. Andere Länder wiederum sind an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Der Umverteilungsgedanke innerhalb Europas wird an der Politik der einzelnen Länder scheitern. Allerdings könnte man auf diesem Wege auch Länder ins Gebet nehmen, die sich bisher erfolgreich ausgeklinkt haben, wie die USA, zum Beispiel.

Quelle:

NTV, Junge Freiheit

Beitragsbild: FlickrPublic Domain

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Über den Autor
Andreas HechtHerausgeber und Redakteur

geboren 1968 in Bremen. Er gründete im Juli 2015 zusammen mit Nicole Hahn die Democratic Post und ist Mitglied der Redaktion. Journalistische Arbeit u.a. bei "Dr. Web Magazin", "NEOPresse" und "Huffington Post", nebenbei Autor mehrerer E-Books zu den Themen Lebenshilfe, Marketing und WordPress.

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