Archiv: Die Flüchtlingsdebatte: Knallharte Fakten und die reine Wahrheit

Die Wahrheit über die Flüchtlingsdebatte in Deutschland

Wir informieren Sie umfassend über die realen Fakten der Flüchtlingsdebatte. Eine wirklich ausgewogene Flüchtlingsdebatte ist derzeit kaum möglich, obwohl sie eine zentrale Rolle für die Zukunft unseres gesellschaftlichen Selbstverständnisses spielt. Die allgemeine Berichterstattung zum Thema ist zum großen Teil sehr einseitig und informiert kaum umfassend über dieses wichtige Thema.

Ein vernünftiger Umgang mit dem Thema Immigration ist dringend angebracht. Eine nüchterne und sachliche Darstellung der wirklichen Fakten hilft uns, diese Problematik besser zu verstehen und damit umzugehen.

Die Medien informieren zumeist nur einseitig

Eine sachliche und umfassend informative Darstellung findet sich recht selten in den Medien. Dabei wäre gerade eine solche Berichterstattung nötig, um sich ein umfassendes Bild über die Flüchtlingsdebatte machen zu können. Es ist auffällig, dass die Sachverhalte in den Medien meist nicht analytisch und sachlich abgehandelt und diskutiert werden, sondern in einer moralisierenden Art und Weise, die statt zur Aufklärung zum emotionalisierten politischen Streit beiträgt. Und der schwächt die Urteilsfähigkeit.

Wir müssen die vielschichtigen Sachverhalte differenziert betrachten, und nicht durch moralisierende Feindbeschimpfungen und Diffamierungen ersetzen.

Die Bevölkerungspolitik – darum brauchen wir Zuwanderer

Der Generationenvertrag funktioniert nicht mehr. Der Generationenvertrag basiert darauf, dass junge arbeitende Menschen für die Rente der älteren Menschen aufkommen, die keine gesellschaftliche Arbeit mehr leisten können. Das jedoch kann nicht mehr funktionieren, weil wir eine abnehmende Bevölkerungszahl in Deutschland verzeichnen. Es existieren zu wenig junge Menschen, die für die älteren aufkommen können. Aus diesem Grund ist Deutschland auf Zuwanderer angewiesen.

Wir brauchen demzufolge mehr junge Menschen, die einer gesellschaftlichen Arbeit nachgehen und möglichst auch noch Kinder zeugen. Erst wenn die Anzahl der jungen, arbeitenden Menschen höher ist als die der Rentenbezieher, haben wir dieses demografische Problem gelöst.

Die Immigration und der Arbeitsmarkt

Die Bundesregierung hat mit der sogenannten Blue-Card bereits einen Versuch gestartet, sich nur solche Migranten aufzunehmen, die im hiesigen Arbeitsmarkt auch gebraucht werden. Doch die Auswahlkriterien sind noch stark verbesserungswürdig.

Viel wichtiger wäre es, den Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen eine echte Chance auf eine schnelle Bearbeitung ihres Asylantrags zu bieten, denn die im Schnitt sieben Monate Bearbeitungsdauer sind bereits aus finanzieller Sicht nicht tragbar. Da die meisten Flüchtlinge nicht abgeschoben werden können, weil ihr Herkunftsland nicht bekannt ist, sollten wir diesen Menschen eine echte Perspektive bieten. Eine Aufenthaltsgenehmigung für jeden Flüchtling wäre eine Möglichkeit. Es würden Kosten eingespart werden, weil die Asyl-Prüfung entfiele.

Ein Deutsch-Kurs und eine Ausbildung sollte für jeden Flüchtling ein Muss sein. Sicher kostet es Geld, die Menschen auszubilden. Firmen wie die Zeitarbeitsfirma Manpower würden sich an den Kosten beteiligen, wenn der betreffende Flüchtling im Anschluss unter Vertrag genommen werden darf. Es gibt also einen Bedarf an Arbeitskräften, welche aus der Gruppe der Immigranten gedeckt werden kann.

Diese Fakten über Flüchtlinge sollten Sie kennen

Entwicklung der jährlichen Asylantragszahlen seit 1953

Auszug: Entwicklung der jährlichen Asylantragszahlen seit 1953

Deutschland- und europaweit wird in der Flüchtlingsdebatte gerne mit Superlativen und nicht-belegten Zahlen jongliert. Wir schaffen Klarheit und bringen Licht in das Dunkel der Debatte.

  1. Die Anzahl der Asylsuchenden: Laut Eurostat, dem EU-Statistikamt, wurden im vergangenen Jahr circa 200.000 Asylanträge gestellt. Das entspricht gut einem Drittel der über 625.000 gesamt-europäischen Anträge. Schweden liegt mit ungefähr 80.000 gestellten Anträgen auf Platz Zwei des Rankings.
  2. Ist die Zahl der Asylsuchenden wirklich höher als je zuvor? Nein, definitiv nicht. 1992 wurden mehr als doppelt so viele Asylanträge gestellt als im Jahr 2014. Das belegen die Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Die EU hatte damals übrigens nur 15 statt 28 Mitgliedsstaaten und daher ach eine wesentlich geringere Aufnahmekapazität. Es stimmt allerdings, dass in den Jahren zuvor weniger Menschen Asyl suchten. Update: Die offiziellen Zahlen stimmen nicht mehr. Thomas de Maizière schraubte die Anzahl der erwarteten Flüchtlinge auf eine Million hoch, realistisch wären jedoch bis zu fünf Millionen Schutzsuchende, die dieses Jahr zu uns kommen werden.
  3. Die Erfolgsquote bei Asylanträgen: Knapp 60% aller gestellten Anträge werden durch deutsche Gerichte in erster Instanz abgelehnt. In den weiteren Instanzen werden sogar über 80% endgültig abgelehnt. Das liegt daran, dass in manchen Fällen ein anderer EU-Staat zuständig war.
  4. Flüchtlinge einfach wieder zurückschicken: Geht leider nicht so einfach, weil in den meisten Fällen nicht einmal das Herkunftsland der Flüchtlinge bekannt ist. Die Flüchtlinge neigen dazu, ihre Papiere zu vernichten oder haben diese dem Schleuser übergeben, der dann nicht mehr auffindbar ist. Ohne das dass jeweilige Herkunftsland des jeweiligen Flüchtlings bekannt ist, kann nicht abgeschoben werden.
  5. Die Herkunftsländer der Flüchtlinge: Ungefähr 40% der Zuwanderer stammen derzeit aus Syrien. Auf dem zweiten Platz liegt Serbien, gefolgt von Eritrea, Afghanistan und dem Irak. Auch EU-weit kommen die meisten Flüchtlinge aus Syrien. Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Zahl der Menschen, die aus der Ukraine in die EU flüchteten, am stärksten an.
  6. Sollten sich Syriens Nachbarstaaten nicht um die syrischen Flüchtlinge kümmern? Das geschieht bereits, denn nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als zwei Millionen Flüchtlinge in den Nachbarstaaten Syriens – Libanon, Irak, Jordanien und Ägypten – registriert. Hinzu kommen noch 1,7 Millionen Flüchtlinge in der Türkei. Jede Behauptung, Deutschland würde die meisten Flüchtlinge aufnehmen müssen, wäre also nicht nur falsch, sondern ein Hohn.
  7. Warum wird Asyl nicht im jeweiligen Erstaufnahmeland beantragt? Ein großer Teil der Asylsuchenden macht genau das bereits. In den zwei Haupteintrittsländern Italien und Ungarn hat sich die Zahl der Anträge im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Nach Italien gelangen die Flüchtlinge über das Meer und nach Ungarn gelangen die Menschen über die Türkei.
  8. Update: Da jedoch die Bundesrepublik systematische Werbekampagnen mit englischen Beiträgen auf dem englischen Kanal der Deutschen Welle macht und hochqualitative Heile-Welt-Propaganda-Videos in allen Sprachen verteilt, will kein Flüchtling mehr woanders hin als nach Deutschland.

Die Herkunftsländer der Flüchtlinge in 2015

Geschieht eine Überfremdung in Deutschland?

Gerade auch der braun idealisierte Mob spricht gern von einer Überfremdung Deutschlands. Zahlen und Fakten werden natürlich nicht mitgeliefert, denn diese sind dem hetzenden Mob entweder nicht bekannt oder sie werden schlichtweg ignoriert, weil sie nicht in die Demagogie passen.

Selbstverständlich wäre eine reale Überfremdung Deutschlands ein echtes Problem, das dringender Korrigierung bedürfte. Doch es besteht keinerlei Handlungsbedarf, da die korrekten Zahlen jede Angst vor Überfremdung relativieren dürften.

Die wirklichen Fakten:

Deutschland nimmt pro tausend Einwohner gerade einmal 2 Flüchtlinge auf. Zwei! (2!). Da kann man nicht wirklich von Überfremdung sprechen.

In einer Ortschaft wären es 44 pro 6.000 Einwohner. Größere Städte haben circa 90 Zuwanderer auf 16.000 Einwohner zu verkraften. Diese Zahlen liegen zumeist unter einem Prozent der (deutschen) Einwohner eines Orts. Wer angesichts dieser Zahlen von „Das Boot ist voll“ spricht, hat einen veritablen Sprung in der Schüssel.

Interessant hierbei sind die Meldungen von Hetze, Terror und brauner Demagogie aus Sachsen. Wenn wir 25 Jahre in der deutschen Geschichte zurückgehen, stellen wir schnell fest, dass die Ostdeutschen zu dieser Zeit die Wirtschaftsflüchtlinge waren.

Genau diese Herrschaften hetzen nun am Lautesten gegen die Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge. Farin Urlaub, Sänger der Band „Die Ärzte“, brachte das Problem gekonnt auf den Punkt:

„Solange es Leute gibt, die nichts können, nichts wissen und nichts geleistet haben, wird es auch Rassismus geben. Denn auch diese Leute wollen sich gut fühlen und auf irgendetwas stolz sein. Also suchen sie sich jemanden aus, der anders ist als sie und halten sich für besser.“

Jeder Bundesbürger ist Aufgrund dieser Fakten in der Verantwortung, sich gegen Hetze und rechten Terror zu positionieren und dafür zu sorgen, dass unsere zivilisierte Demokratie Bestand hat. Wir müssen mit unseren Migranten anständig umgehen und ihnen eine echte Perspektive bieten. Für ein wohlhabendes und friedliches Deutschland.

Die Wahrheit über den Flüchtlingsstrom: Deshalb wollen alle zu uns »

Video: Realität oder Stammtisch? CSU Fraktionsvorsitzende Kreuzer zum Thema Asyl

Quellen: